Montag, 19. Februar 2018

Uni Bozen: Nachhaltige Landwirtschaft

Mit den Herausforderungen der italienischen Landwirtschaft und die Bezüge zu Klimawandel und Umwelt beschäftigt sich am 22. und 23. Februar 2018 italienische Agrarwissenschaftler im Campus der Uni Bozen bei ihrer Jahrestagung.

Tierzucht, Fütterung, Pflanzenanbau, Agroforstwirtschaft und Produktverarbeitung werden bei der Tagung angesprochen.
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Tierzucht, Fütterung, Pflanzenanbau, Agroforstwirtschaft und Produktverarbeitung werden bei der Tagung angesprochen. - Foto: © shutterstock

„Mittel- und langfristig muss die Landwirtschaft ihre Produktion steigern, um den wachsenden Nahrungsmittelbedarf zu decken. Dies sollte jedoch nicht durch Extensivierung – also durch Umwandlung von Wäldern in Nutzflächen – erreicht werden, obwohl sie in einigen Bereichen wie beispielsweise Bergregionen noch möglich wäre“, befindet Prof. Massimo Tagliavini, Organisator des Kongresses.

Tagliavini ist Professor an der Fakultät für Naturwissenschaften und Technik und organisiert gemeinsam mit seinen Kollegen Prof. Giustino Tonon, Prof. Marco Gobbetti und Prof. Damiano Zanotelli diese nationale Tagung der AISSA, die Vereinigung der italienischen agrarwissenschaftlichen Gesellschaften.

Prof. Massimo Tagliavini, Organisator des Kongresses. - Foto: unibz

Die Tagung am 22. und 23. Februar setzt demnach darauf aufzuzeigen, wie das Konzept einer „nachhaltigen Intensivierung“ in die Praxis umgesetzt werden kann. „Wir möchten die Herausforderung meistern, hochproduktive und intensive Landwirtschaft mit hohen Umweltstandards in der landwirtschaftlichen Praxis zu verbinden“, sagt Prof. Massimo Tagliavini.

100 Wissenschaftler aus verschiedenen Disziplinen

Am Campus Bozen werden etwa 100 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen der Landwirtschaft erwartet: von der Tierhaltung bis zur Bodenchemie, von der Ökologie zur Forstwirtschaft bis hin zu den Lebensmittelwissenschaften.

Tierzucht, Fütterung, Pflanzenanbau, Agroforstwirtschaft und Produktverarbeitung

Bei Tagung werden 4 technische Runde Tische stattfinden, die 4 Produktionsketten gewidmet sind: Tierzucht und Fütterung, Pflanzenanbau, Agroforstwirtschaft und Produktverarbeitung.

Zu den Hauptaufgaben der Runden Tische gehört es, wirksame Indikatoren für die Messung der Nachhaltigkeit von Nutzpflanzen zu erkennen, Flächen und Produktionssysteme zu identifizieren, in denen die Nachhaltigkeit des Prozesses verbessert werden muss, die Bedürfnisse der angewandten Forschung und ihres operativen Transfers zu bewerten und schließlich die vielversprechendsten Modelle der Tierhaltung zu betrachten.

stol

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