Freitag, 11. Mai 2018

Uni Bozen: Soziale Landwirtschaft in Südtirol

Im Mittelpunkt der Tagung in Brixen sind am Donnerstag die deutschen, italienischen und Südtiroler Modelle in der Sozialen Landwirtschaft gestanden: An der Fakultät für Bildungswissenschaften diskutierten Dozenten und Forscher aus 13 verschiedenen Disziplinen – vom Sozialdienst bis zur Biologie – gemeinsam mit Vertretern öffentlicher, gemeinnütziger und privater Einrichtungen.

Im Mittelpunkt der Tagung sind die deutschen, italienischen und Südtiroler Modelle in der Sozialen Landwirtschaft gestanden. - Foto: Uni Bozen
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Im Mittelpunkt der Tagung sind die deutschen, italienischen und Südtiroler Modelle in der Sozialen Landwirtschaft gestanden. - Foto: Uni Bozen

Welchen Spielraum bietet Südtirol, um eine Landwirtschaft zu fördern, die sich nicht nur auf die Produktion von Konsumgütern konzentriert, sondern traditionelle landwirtschaftliche Aktivitäten nutzt, um benachteiligte Menschen oder Gruppen in das gesellschaftliche Leben zu integrieren?

Dies wurde auf der Konferenz „UPAS - Potenziale der Sozialen Landwirtschaft in Südtirol. Überlegungen zur Implementation einer Sozialen Innovation“ diskutiert. Organisiert wurde die transdisziplinäre Konferenz von Susanne Elsen, Professorin für Soziologie der Kultur- und Kommunikationsprozesse an der Fakultät für Bildungswissenschaften.

Form der sozialen Innovation in Südtirol

Zur Eröffnung der Tagung stellte Elsen, eine aufmerksame Beobachterin sozialer Phänomene in Bezug auf Nachhaltigkeit, einige der Möglichkeiten der Sozialen Landwirtschaft vor. Sie legte den Wert auf die wichtige Form der sozialen Innovation in Südtirol, einem Land mit starker landwirtschaftlicher Tradition.

Susanne Elsen, Professorin für Soziologie der Kultur- und Kommunikationsprozesse. - Foto. Uni Bozen 

Vergleichend illustrierte Prof. Elsen 3 Beispiele aus dem italienischen und Südtiroler Kontext - das Projekt Nazareth in Cremona, Vinterra im Vinschgau und die Sozialgenossenschaft Mit Bäuerinnen lernen-wachsen-leben -, die Gegenstand ihrer Forschungsarbeit sind.

Erfahrungen aus dem europäischen Ausland 

In seinem Eingangsreferat bot Thomas von Elsen, Biologe an der Universität Kassel, einen detaillierten Überblick über die in Deutschland und anderen europäischen Ländern gemachten Erfahrungen diesbezüglich.

Neben den Soziologen der Freien Universität Bozen waren auch Professoren aus den Fakultäten für Bildungswissenschaften und Naturwissenschaften und Technik an der Konferenz beteiligt, darunter der Entomologe Sergio Angeli, der über die Imkerei als Beispiel für Ökosystemdienstleistung in der Sozialen Landwirtschaft berichtete oder Matthias Gauly, Professor für Tierhaltung, der Lernen mit Nutztieren in den Mittelpunkt seines Vortrags stellte.

stol

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