Dienstag, 09. April 2019

UniCredit wegen Betrugsfalls in China unter Druck

Circa 13,2 Millionen Euro sind von Bankkonten von UniCredit-Kunden in China infolge eines Betrugs abgehoben worden. Es wird ein untreuer Mitarbeiter der Bank im asiatischen Land dafür verantwortlich gemacht, berichteten italienische Medien.

Die chinesische Behörde wird UniCredit wegen der Mängel in ihrem internen Sicherheitssystem bestrafen.
Die chinesische Behörde wird UniCredit wegen der Mängel in ihrem internen Sicherheitssystem bestrafen. - Foto: © shutterstock

Der Mitarbeiter soll Lücken im Sicherheitssystem des Geldhauses genutzt haben, um ohne Genehmigungen in die Bankkonten der Kunden einzudringen und Geld abzuheben. Damit wollte er sich Wohnungen in den USA und in Europa kaufen und sie zu höheren Preisen wieder zu verkaufen. Dank des Profits wollte er das fehlende Geld auf die Bankkonten wieder zurückfließen lassen.

Einer der größten Betrugsfälle in der Geschichte internationaler Geldhäuser in China

Der Betrug war Ende 2018 entdeckt und der Mitarbeiter angezeigt worden. Jetzt soll er seine Tat gestanden haben. 3 Jahre lang soll der Mitarbeiter Geld von den Konten der UniCredit-Kunden abgehoben haben. Dabei handelt es sich um einen der größten Betrugsfälle in der Geschichte internationaler Geldhäuser in China, berichtete die römische Tageszeitung „La Repubblica“ 

„UniCredit bedauert diesen Vorfall. Alle Bemühungen wurden unternommen, um zu verhindern, dass sich solche Fälle wiederholen“, so die UniCredit in einer Presseaussendung. Die Mailänder Bank könnte jedoch weitere Probleme wegen des Betrugsfalls in China bekommen. So soll die für Banken und Versicherungen zuständige chinesische Behörde UniCredit wegen der Mängel in ihrem internen Sicherheitssystem bestrafen.

UniCredit ist in China im Corporate- und Investment-Banking-Bereich mit Filialen in Shanghai, Peking und Hongkong aktiv und Spitzenreiter bei Finanztransaktionen zwischen italienischen und chinesischen Unternehmen.

apa

stol