Dienstag, 20. Juni 2017

Unicredit will Veneto-Banken nur zusammen mit anderen Banken retten

Die italienische Bank-Austria-Großbank Unicredit schließt einen Alleingang bei der Rettung der angeschlagenen Kreditinstitute Popolare di Vicenza und Veneto Banca aus.

Unicredit schließt einen Alleingang bei der Rettung der Veneto-Banken aus.
Unicredit schließt einen Alleingang bei der Rettung der Veneto-Banken aus. - Foto: © shutterstock

Die Großbank sei bereit, an einer Branchenlösung teilzunehmen, sagte Verwaltungsratschef Giuseppe Vita am Dienstag am Rande einer Veranstaltung. Einen Kauf einer der Banken schloss er aus.

Zuletzt wurde spekuliert, UniCredit könne eine der beiden venezianischen Geldhäuser übernehmen, die italienische Großbank Intesa Sanpaolo die andere. Das wäre keine Branchenlösung, sagte Vita. An einer Lösung müsse die überwiegende Mehrheit der italienischen Kreditinstitute beteiligt sein.

Popolare di Vicenza und Veneto Banca benötigen insgesamt 6,4 Mrd. Euro frisches Kapital. Damit die EU-Kommission staatlichen Hilfen für die Institute zustimmt, müssen sie nach früheren Angaben 1,2 Mrd. Euro an privaten Mitteln einsammeln.

Am Wochenende hatte allerdings die Zeitung „La Stampa“ berichtet, dass die EU-Kommission Italien bald informieren werde, dass die beiden Krisenbanken nicht mit direkter staatlicher Unterstützung gerettet werden dürften. Daher müssten die Vermögenswerte und Filialen der beiden Geldhäuser in eine „Good Bank“ eingebracht und ausfallgefährdete Kredite in eine „Bad Bank“ kommen.

apa/reuters

stol