Dienstag, 24. November 2015

UniCredit zahlt für Italiens Sparkassen-Rettung mit

Die mit massiven Jobkürzungen beschäftigte Bank-Austria-Mutter UniCredit beteiligt sich mit 390 Mio. Euro an der Rettung von vier krisengeplagten Sparkassen in Italien.

Foto: © LaPresse

Die Kosten für die Rettungsaktion sollen in die UniCredit-Bilanzen des vierten Quartals 2015 eingestellt werden, berichtete die italienische Nachrichtenagentur ANSA am Montag.

Zugleich stellt UniCredit einem neu eingerichteten Fonds eine Kreditlinie von 1,3 Mrd. Euro für die krisengeschüttelten Banken zur Verfügung. Der Fonds ist mit insgesamt 3,6 Mrd. Euro dotiert. Daran beteiligen sich weitere italienische Geldhäuser, darunter auch die UniCredit-Konkurrenten Intesa Sanpaolo und UBI Banca.

Bei den krisengplagten Sparkassen handelt es sich um die Banca Marche, die Cassa di Risparmio di Ferrara, die Banca Etruria und die Cassa di Risparmio di Chieti.

Ab Jänner gelten neue EU-Regeln, nach denen bei einer Rettung auch Aktionäre, Anleihegläubiger und vermögende Kunden einbezogen werden müssen. Es wird befürchtet, dass Sparer dann Verluste erleiden und mit ihren Einlagen diese Institute meiden. Das könnte zu einer Vertrauenskrise führen.

apa

stol