Mittwoch, 23. August 2017

UNIQA steigert Vorsteuergewinn

Der UNIQA-Versicherungskonzern hat heuer bis Juni den Vorsteuergewinn um ein Zehntel gesteigert, Einmalkosten in Italien halbierten aber das Nettoergebnis. Weil die Einnahmen im ersten Halbjahr kräftig gewachsen sind, erhöht die UNIQA ihre Prämienplus-Erwartung für 2017 von einem auf zumindest drei Prozent. Heuer soll das EGT im Gesamtjahr höher als 2016 sein, bekräftigte die UNIQA am Mittwoch.

Der UNIQA-Versicherungskonzern hat dieses Jahr bis Juni den Gewinn gesteigert.
Der UNIQA-Versicherungskonzern hat dieses Jahr bis Juni den Gewinn gesteigert.

Im Halbjahr legte das Ergebnis vor Steuern (EGT) um 10,2 Prozent auf 95,5 Mio. Euro zu. Das liegt im Rahmen der von der UNIQA selbst Anfang des Monats gegebenen Vorschau. Das Konzernergebnis reduzierte sich jedoch durch die damals kommunizierte Einmalbelastung im Zuge des Verkaufs des Italiengeschäfts wegen einer Vertriebskooperations-Verpflichtung um 54,3 Prozent auf 41,3 Millionen Euro, wie nun feststeht. Vor einigen Wochen hatte die UNIQA einen Rückgang auf 38 bis 43 Millionen Euro avisiert.

Ihre Jahresergebnis-Prognose für 2017 bekräftigte die UNIQA am Mittwoch ungeachtet der Italien-Einmalbelastung in Gesamthöhe von 40 Mio. Euro und auch der Unwetterschäden von Juli und August: Das EGT solle heuer im Gesamtjahr über den 225,5 Millionen Euro von 2016 liegen. Und die Dividende je Aktie wolle man auch für 2017 wieder leicht erhöhen, hieß es in einer Aussendung.

Die verrechneten Prämieneinnahmen steigerte die UNIQA Group im Halbjahr (samt Fonds- und Index-Lebenspolizzen) um 6,6 Prozent auf 2,799 Milliarden Euro. Dabei legten die laufenden Prämien um 4,2 Prozent auf 2,656 Milliarden Euro.

Am stärksten war das Plus in der Sparte Leben mit 9,1 Prozent, in Schaden/Unfall betrug es 6,4 Prozent und in der Krankenversicherung 3,4 Prozent. Der Mitarbeiterstand der Gruppe lag im ersten Halbjahr im Schnitt bei 12.806, um mehr als 600 weniger als ein Jahr davor.

apa

stol