Im Dezember 2012 hatte sich einer seiner Mitarbeiter in Lana eine Hand an einem Presswerkzeug verletzt, weil er die vorgeschriebenen Sicherheitsmaßnahmen nicht beachtet habe, berichtete Unterholzner am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Lana. Der junge Mann habe mehrere Knochenbrüche an der rechten Hand davongetragen.Gegen Firmenchef Unterholzner wurde daraufhin ein Strafverfahren wegen erschwerter fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet. „Dabei stand ursprünglich sogar eine einjährige Haftstrafe im Raum“, berichtete Unterholzner. Das Gericht habe aber seinem Antrag, die Strafe als Sozialdienst ableisten zu können, stattgegeben und das Verfahren sei für ein Jahr ausgesetzt worden. Mit dem Sozialdienst wird auch ein Eintrag ins Strafregister vermieden. Am 19. April wird Unterholzner seinen Sozialdienst in seiner Heimatgemeinde Lana antreten."Lasse mich nicht wie einen Verbrecher behandeln"Für ihn sei dieses Urteil aber der Auslöser gewesen, den Schlussstrich zu ziehen. „Ich lasse mich nicht wie ein Verbrecher behandeln“, betonte der Unternehmer. „Ich will diese Verantwortung auch nicht mehr tragen.“ Denn sollte sich im Laufe eines Jahres ein weiterer Arbeitsunfall ereignen, müsste er mit einer strafrechtlichen Verurteilung rechnen.Er habe daher die Mehrheit an Autotest an eine deutsche Beteiligungsgesellschaft, die Ceterum Holding aus Sachsen-Anhalt, verkauft. „Die Schlüssel habe ich bereits abgegeben, auch Geschäftsführer bin ich nicht mehr.“ Mit diesem Schritt wolle er „ein Zeichen setzen“ und „eine Diskussion auslösen“, sagte Unterholzner. Er wolle aufzeigen, welche Folgen die Gesetze in Sachen Arbeitssicherheit in Italien für Unternehmer haben können. „Es heißt zwar immer, Italien sei in der EU, aber mit europäischen Standards hat dieses Gesetz nichts zu tun. Damit wird der Wirtschaft ein enormer Schaden zugefügt.“Unterholzner, den die „Dolomiten“ 2013 zum „Manager des Jahres“ gekürt haben, wird künftig „nur“ mehr Aktionär von Autotest sein und sich um die Forschungs- und Entwicklungsabteilung des Unternehmens kümmern. gam__________________________________________Lesen Sie mehr dazu in der Freitag-Ausgabe des Tagblatts "Dolomiten".