Laut der Herbst-Umfrage des Wirtschaftsforschungsinstituts Wifo bewerten weiterhin neun von zehn Unternehmen ihre Ertragslage als positiv – trotz geopolitischer Unsicherheiten und der Schwäche der Handelspartner Deutschland und Österreich. <BR /><BR />Doch während größere Unternehmen damit besser zurechtkommen und mit steigenden Umsätzen rechnen, verzeichnen kleinere Betriebe Rückgänge beim Geschäftsvolumen, so das Wifo. „Vor allem kleine Unternehmen müssen daher weiterhin in ihrem Wachstum unterstützt werden, um die Wettbewerbsfähigkeit und Widerstandsfähigkeit unserer Wirtschaft zu steigern und Wohlstand und Arbeitsplätze zu sichern“, betont Handelskammerpräsident Michl Ebner. <BR /><BR /> Positiv entwickeln sich laut Wifo insbesondere die landwirtschaftlichen Genossenschaften, der Großhandel, der Dienstleistungssektor und das Transportwesen. Dem gegenüber steht ein Umsatzrückgang im Baugewerbe, während das verarbeitende Gewerbe stagniert, vor allem wegen der schwachen Nachfrage auf dem italienischen Markt.<BR /><BR />Der Arbeitsmarkt bleibt ebenfalls stabil: In den ersten neun Monaten des Jahres 2025 waren in Südtirol durchschnittlich über 235.400 Arbeitnehmer beschäftigt, was einem Anstieg von 1,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht.<h3> Erwartungen auch für 2026 positiv</h3>Für 2026 erwarten die Unternehmer, dass das Umsatzwachstum weiterhin vor allem von großen Betrieben getragen wird. Die anhaltende Unsicherheit dürfte allerdings die Investitionen bremsen. Rund neun von zehn Unternehmen werden ihre Rentabilität aber voraussichtlich aufrechterhalten können, auch dank steigender Verkaufspreise. <h3> BIP wächst um 0,9 Prozent</h3>Die Südtiroler Wirtschaft litt im Jahr 2025 zudem unter der Schwäche der deutschen und österreichischen Märkte. Positive Impulse bei den Exporten kamen vor allem durch Lageraufbau in den USA und einzelne Großaufträge, andernfalls hätten die Ausfuhren stagniert.<BR /><BR />Trotzdem zeigen Beschäftigung und Tourismus moderate Zuwächse. Das Wifo prognostiziert für 2025 und 2026 jeweils ein BIP-Wachstum von 0,9 Prozent.