Montag, 13. Januar 2020

Unternehmer-Präsident Giudiceandrea setzt auf Innovation

„Das zentrale Element, um sich bestmöglich auf die sich verändernde Welt einzustellen, ist die Innovation“, betonte der Präsident des Unternehmerverbandes Federico Giudiceandrea am Montag anlässlich des Empfanges des Südtiroler Unternehmerverbandes zum Jahresbeginn bei Pichler Projects in Bozen.

Der Präsident des Unternehmerverbandes Südtirol, Federico Giudiceandrea, fand in seiner Rede klare Worte.
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Der Präsident des Unternehmerverbandes Südtirol, Federico Giudiceandrea, fand in seiner Rede klare Worte. - Foto: © DLife

„Die ständige Innovation ist eine Art der Öffnung, die untrennbar mit dem Unternehmergeist verbunden ist“, sagte Giudiceandrea, der hinzufügte: „Unsere Betriebe sind weltoffen, aber stark in Südtirol verwurzelt. Sie wollen einen Beitrag leisten, um unser Land voranzubringen und jenen, die hier leben und arbeiten, aussichtsreiche Zukunftsperspektiven zu geben.“

Im Jahr 2013 waren die Mitgliedesbetriebes des Unternehmerverbandes knapp 30.000, heute ist die Zahl der Mitarbeitenden der Mitgliedsbetriebe auf 41.212 angestiegen. Diese Zahlen belegen laut Giudiceandrea eindrucksvoll, „dass wir Unternehmer keine Nehmer sind, wie uns einige bezeichnen: Vielmehr sind wir die wichtigsten Arbeit-Geber in unserem Lande. Bei den Arbeitsplätzen, die unsere Betriebe schaffen, handelt es sich um gut bezahlte Arbeitsplätze in Unternehmen, die in ihren Marktnischen oft Weltmarktführer sind. Das sollten wir auch entsprechende wertschätzen.“

Nachdem der Unternehmerpräsident an die Jugend appellierte, in Südtirol zu bleiben, betonte er, dass die Unternehmer auch auf die neuen Mitbürgerinnen und Mitbürger angewiesen seien. „Im Mittelpunkt steht der Mensch. Er schafft Entwicklung und neue Perspektiven“, meinte der Präsident.

Gemeinsam mit den Gewerkschaftsorganisationen sei auch deshalb ein Maßnahmenpaket für innovative Vorschläge zum leistbaren Wohnen ausgearbeitet worden. Wichtig sei auch die „Nachhaltigkeit, die es entweder als Ganzes oder gar nicht gibt“, so Giudiceandrea, der einen gesamtheitlichen Zugang zum Thema Nachhaltigkeit forderte.

Zur Mobilität meinte der Unternehmerpräsident, dass „wer mehr verschmutzt bezahlen, wer aber die Emissionen reduziert, belohnt werden muss“.

Was die Rolle Südtirols in Italien und Europa angeht, meinte Giudiceandrea, dass das „Verbindende viel wichtiger als das Trennende“ sei und dass auch der Brenner heute nicht mehr trenne sondern verbinde.

Giudiceandrea rief schließlich in seiner Rede die Landesregierung zu einem „nachhaltigen Landeshaushalt“ auf. „Wenn wir uns auf die Bedürfnisse der künftigen Generationen ausrichten wollen, wo müssen wir die laufenden Ausgaben unter Kontrolle halten“, schloss Giudiceandrea.

ansa