Unternehmen seien wegen der Energie- und Rohstoffpreise und der Lieferengpässe gezwungen, ihre Produktion zu reduzieren oder gar einzustellen, so Oberrauch. Hochwertige Arbeitsplätze seien davon betroffen und dies zu einem Zeitpunkt, an dem Familien wegen der andauernden Pandemie und der steigenden Inflation ohnehin schon stark belastet seien. „Wir müssen gemeinsam Lösungen finden, die unsere gesamte Gesellschaft stärken“, heißt es vom Präsidium des Unternehmerverbandes. <BR /><BR /><b>„Derzeit jagt eine Krise die andere“</b><BR /><BR />Derzeit jagt eine Krise die andere. Die Corona-Pandemie ist noch nicht vorbei, Lieferengpässe bei Mikrochips, Getreide, Stahl oder Kupfer bremsen die Produktion ein, die Energiekosten sind außer Kontrolle geraten und die steigende Inflation bereitet Familien und Unternehmen große Schwierigkeiten. Laut einer Erhebung von Confindustria haben 16 Prozent der Industrieunternehmen in Italien die Produktion schon gedrosselt; weitere 30 Prozent werden folgen, sollte der Krieg in der Ukraine noch länger andauern. <BR /><BR />Bisher hätten die Unternehmen versucht, durch effizientere Produktionsprozesse und eine Reduzierung der Gewinnspannen, die Preisanstiege abzufedern und diese nicht an ihre Kunden weitergegeben. „Das wird so nicht mehr möglich sein“, betont Oberrauch.<BR /><BR /><b>„Doppelgleisigkeiten können wir uns nicht mehr leisten“</b><BR /><BR />„Wir sind gefordert Unternehmen, deren Mitarbeitern und Familien durch gezielte Maßnahmen gemeinsam zu stärken. Die beste Sozialpolitik ist eine gute, zukunftsweisende Wirtschaftspolitik. Hierfür benötigen wir mehr denn je ein starkes Europa, denn einige der anstehenden großen Herausforderungen werden nur auf europäischer Ebene zu lösen sein. Dies betrifft vor allem die Energiepolitik und die Heimholung strategischer Produktionen“, so Oberrauch weiter. <BR /><BR />Schnelle und unbürokratische Genehmigungsverfahren für Investitionen in alternative Energien wie z.B. Fotovoltaikanlagen; Beiträge für Investitionen in innovative Lösungen in Energieeffizienz; steuerliche Anreize für unterirdisches Bauen; Beschleunigung der öffentlichen Investitionen in E-Mobilität und die dafür notwendigen Infrastrukturen, sind zukunftsweisende Maßnahmen, um die Energiewende zu unterstützen und private Investitionen zu stärken. <BR /><BR />Die von der Landesregierung angekündigte Überarbeitung des Landeshaushaltes werde vom Unternehmerverband begrüßt. „Es wird große Investitionen brauchen, um Südtirol zu einer europäischen Vorzeigeregion im Bereich Nachhaltigkeit zu machen. Die öffentlichen Mittel müssen dort eingesetzt werden, wo sie den größten Mehrwert bringen. Verfahren müssen vereinfacht werden, Doppelgleisigkeiten können wir uns nicht mehr leisten“, so Oberrauch. Im Dialog mit den zuständigen politischen Institutionen wird man auch hier Vorschläge unterbreiten. <BR /><BR /><b>„Italienische Regierung ist gefordert, aber auch auf lokaler Ebene gibt es Spielräume“</b><BR /><BR />Ressourcen freimachen sei auch strategisch, um die Steuern auf Arbeit zu reduzieren. „Hier ist vor allem die italienische Regierung gefordert, aber auch auf lokaler Ebene gibt es Spielräume, um Familien und Unternehmen zu entlasten“, ist das Präsidium des Unternehmerverbandes in Hinblick auf IRAP oder GIS überzeugt. <BR /><BR />