Laut der Studie des Statistischen Amts der Europäischen Union (Eurostat) im Jahr 2009 schnitt Italien mit einem durchschnittlichen Einkommen von 23.406 Euro schlecht ab und landete auf dem zwölften Platz.„Aus der Studie geht allerdings nicht hervor, dass die Lohnkosten in Italien sehr viel höher liegen“, so der Unternehmerverband in einer Aussendung. Zum Bruttolohn kämen nämlich die von den Unternehmen zu entrichtenden Lohnnebenkosten, die in Italien im europäischen Vergleich sehr hoch sind. „Es ist dringend notwendig, die Lohnelemente von Steuern und Abgaben zu entlasten, so dass sich die weit offene Schere zwischen dem Nettolohn und den Lohnkosten schließt und der Arbeitnehmer mehr Nettolohn erhält“, meint Verbandspräsident Stefan Pan.Wie der Unternehmerverband bemerkt, müssen italienische Unternehmen 41 Prozent für ihre Beschäftigten an Lohnnebenkosten leisten. In Deutschland seien es 28 Prozent, in Dänemark gar nur 11 Prozent. Diese Zahlen sind ein Hinweis darauf, dass es in Italien strukturelle Probleme gibt. Der Unternehmerverband Südtirol ist überzeugt, dass es notwendig ist, die Produktivität zu steigern, um höhere Löhne zu erreichen. „Der einzige Weg hierfür ist, Innovation und Internationalisierung zu stärken und alle Hebel in Bewegung zu setzen, damit die Lohnsteuern und -abgaben gesenkt werden können“, heißt es vom Unternehmerverband.