Montag, 27. November 2017

Unternehmerverband: „Investitionen sind sinnvoller als Verbote“

Die Brennerautobahn, aber auch die Eisenbahn sowie die Staats- und Landstraßen stoßen an ihr Limit, meint der Südtiroler Unternehmerverband. Eine Wirtschaft, die wächst und immer internationaler wird, brauche jedoch leistungsfähige Infrastrukturen, lautet die Einschätzung der Unternehmer.

Die Unternehmer forderten ein effizienteres Verkehrsmanagement insbesondere an Tagen mit großem Verkehrsaufkommen.
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Die Unternehmer forderten ein effizienteres Verkehrsmanagement insbesondere an Tagen mit großem Verkehrsaufkommen. - Foto: © D

Über die Mobilität der Zukunft diskutierten kürzlich Südtiroler Unternehmer mit dem Geschäftsführer der Brennerautobahn, Walter Pardatscher, anlässlich der Sitzung des Generalrates des Unternehmerverbandes Südtirol.

„Die A22 wird sich auch weiterhin dafür einsetzen, die Mobilität auf der Brennerachse effizienter und nachhaltiger zu machen: die Verwendung von lärmabsorbierendem Asphalt, die Errichtung von Lärmschutzmauern, die Modernisierung der Raststätten sind einige der Maßnahmen, die in diese Richtung gehen. Zudem setzen wir auf neue Technologien wie E-Mobility und Wasserstoff“, erklärte Pardatscher.

Der Geschäftsführer der A22 und die Unternehmer waren sich einig, dass Verbote den Verkehr nicht effizienter machen: „Besser ist es, in moderne Infrastrukturen zu investieren, das gilt für die Straße ebenso wie für die Schiene.“

Unternehmer fordern effizienteres Verkehrsmanagement

Die Unternehmer forderten ein noch effizienteres Verkehrsmanagement insbesondere an Tagen mit großem Verkehrsaufkommen. Die Verbote und einschränkenden Maßnahmen in Nordtirol wurden als kontraproduktiv bewertet, insbesondere die Maßnahmen, die den Nachtverkehr einschränken.

Ziel müsse es sein, die Mobilität effizienter und somit auch nachhaltiger zu machen, und nicht die Transporte zu strafen, indem sie durch wettbewerbsverzerrende Maßnahmen teurer gemacht werden. „Diese Maßnahmen gehen zu Lasten unserer Betriebe“, fasste Unternehmerverbands-Präsident Federico Giudiceandrea zusammen.

Die Unternehmer begrüßten abschließend die anstehende Erneuerung der Autobahnkonzession: „Wir setzen darauf, dass dadurch wichtige Projekte, welche die Infrastrukturen in Bozen oder die Realisierung der Vollausfahrt in Brixen Süd betreffen, umgesetzt werden können“, so Giudiceandrea.

stol

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