Donnerstag, 25. November 2021

Unternehmerverband: „Nicht die Zeit, die Steuerbelastung zu erhöhen“

Der Südtiroler Unternehmerverband kritisiert die geplanten Steuererhöhungen scharf.

Eine Steuererhöhung steht bevor.
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Eine Steuererhöhung steht bevor. - Foto: © shutterstock
„Die Corona-Lage spitzt sich in ganz Europa und insbesondere auch in Südtirol wieder zu. Familien und Unternehmen stehen wieder vor großen Herausforderungen, täglich werden neue Einschränkungen und strengere Regeln beschlossen. Lieferengpässe, die Explosion der Rohstoff- und Energiepreise und die Notwendigkeit, in die digitale und ökologische Transformation zu investieren, erschweren die Lage zusätzlich“, heißt es in der Presseaussendung.

„Unsere Unternehmen setzen alles daran, ihre Tätigkeit trotzdem aufrecht zu erhalten und gleichzeitig durch zusätzliche Investitionen und die Einhaltung der gemeinsamen Sicherheitsprotokolle, auch die Sicherheit am Arbeitsplatz zu gewährleisten“, so der Unternehmerverband. Dies sichere Arbeitsplätze, Investitionen vor Ort, Wertschöpfung und nicht zuletzt Steuereinnahmen, welche die Finanzierung von Sanität, Sozialleistungen und anderen öffentlichen Dienstleistungen garantieren.

„Viele Unternehmen wurden schon im letzten Jahr hart von der Pandemie getroffen und die Unsicherheit für die kommenden Monate ist groß. In vielen Fällen machen sich wieder Existenzängste spürbar. Über die Entscheidung, in einer Zeit, in der die vierte Welle der Pandemie sich in ganz Europa rasant ausbreitet, die Steuern auf Arbeit und Investitionen zu erhöhen, sind wir sehr besorgt. Wir sollten uns vielmehr gemeinsam für Steuerentlastungen einzusetzen, die vor allem unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mehr Netto vom Brutto garantieren“, so der Verband.

„In diesem Sinne appellieren wir an alle Vertreter*innen im Südtiroler Landtag, von den im Gesetzentwurf zum Haushaltsvoranschlag 2022-2024 vorgesehenen Steuererhöhungen abzusehen“, heißt es abschließend.

stol

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