Diese gehen vom Grundsatz der freien unternehmerischen Tätigkeit und Initiative aus, also vom Prinzip, dass alles erlaubt ist, was nicht von den gesetzlichen Bestimmungen in einzelnen klar definierten Fällen ausdrücklich verboten ist. Dieses Prinzip, das erstmals so klar in einer wirtschaftlich-sozialen Reform verankert worden ist, gründet auf Vertauen, das jedem einzelnen Bürger zuerkannt wird, indem ihm mehr Handlungsfreiheit zugestanden, gleichzeitig aber auch eine größere Eigenverantwortung abverlangt wird. Im Wesentlichen fasst dieses Prinzip den Geist zusammen, der hinter jeder unternehmerischen Tätigkeit steckt. Diese neue Ausrichtung ist eine Kehrtwendung des bisher dominierenden Ansatzes, wonach nur erlaubt war, was ausdrücklich geregelt ist.Der positiven Bewertung der Südtiroler Unternehmer liegt auch das ermunternde Urteil zugrunde, das die OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) in Rom ausgesprochen hat. Die Analyse der OECD zeigt auf, dass ein derartiges Reformpaket ein enormes Potential enthält, das Wachstum wieder anzukurbeln und die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Errechnet wurde, dass in zehn Jahren nach der Einführung derartiger Maßnahmen die wirtschaftliche Produktivität um acht Prozent steigen kann.Der Vorstand des Unternehmerverbandes Südtirol unter der Leitung von Präsident Stefan fordert die Südtiroler Landesregierung daher auf, sofort alle Möglichkeiten zu nutzen, welche die autonomen Befugnisse mit sich bringen, um diesen neuen Geist wirtschaftlich-sozialer Freiheit auch in Südtirol bestmöglich umzusetzen. Die Unternehmer sind überzeugt davon, dass dadurch die Wettbewerbsfähigkeit auch in Südtirol positiv beeinflusst werden kann, was auch hierzulande unbedingt notwendig ist.