Südtirol gehört zu den wohlhabendsten Regionen Europas. „Doch das ist kein Selbstläufer“, betont UVS-Präsident Alexander Rieper. Um den Wohlstand in Zukunft zu sichern, braucht es leistungsfähige Betriebe. Die Industrie spiele dabei eine Schlüsselrolle, ist Rieper überzeugt.<BR /><BR />Die Zahlen unterstreichen das: Südtirols Industriesektor steuert rund ein Viertel zur gesamten Wirtschaftsleistung des Landes bei, erzielt mit rund 96.000 Euro pro Beschäftigten eine deutlich höhere Wertschöpfung als die meisten anderen Sektoren und zahlt mit im Schnitt 36.236 Euro überdurchschnittlich hohe Löhne. <h3> Agenda 2025–2029</h3>Damit die Leistung weiterhin erbracht wird, braucht es laut UVS die richtigen Rahmenbedingungen. „Wir stehen im internationalen Wettbewerb und müssen uns mit den Besten messen“, sagt Rieper. Dafür hat das neue UVS-Präsidium eine Agenda mit sechs Themenfeldern ausgearbeitet.<h3> Zuwanderung ermöglichen, Abwanderung stoppen</h3>Ein Thema ist die Gewinnung von Arbeitskräften und Talenten. Der demografische Wandel sorgt dafür, dass immer weniger Menschen auf den Arbeitsmarkt nachrücken – bis 2040 rund 32.000 weniger. Die Abwanderung junger Talente ins Ausland verschärft die Lage zusätzlich.<BR /><BR />„Gezielte Zuwanderung, mehr Investitionen in Bildung, familienfreundliche Betreuung und gute Perspektiven für die Jugend sorgen dafür, dass dem Arbeitsmarkt mehr Ressourcen zur Verfügung stehen“, sagt Vizepräsidentin Evelyn Kirchmaier.<BR /><BR /><embed id="dtext86-72362372_quote" /><BR /><BR />Auch gute Löhne sind für einen funktionierenden Arbeitsmarkt entscheidend. „Es muss ein Gleichgewicht herrschen, damit die Kosten für Wohnen und Alltag den Lohn nicht auffressen“, erklärt Rieper. „Hohe Löhne setzen eine hohe Produktivität voraus.“<h3> Innovation und Internationalisierung</h3> Neben qualifizierten Arbeitskräften ist Innovation entscheidend, um wettbewerbsfähig zu bleiben, betont Kirchmaier. Der UVS will die Zusammenarbeit mit Universitäten und Forschungseinrichtungen vertiefen, Künstliche Intelligenz und Digitalisierung vorantreiben sowie Start-ups unterstützen. Gleichzeitig soll die Internationalisierung der Südtiroler Unternehmen gestärkt werden.<h3> Rahmenbedingungen von Südtirol und EU</h3>Um Innovationen zu fördern, ist laut Unternehmerverband auch die Unterstützung der Politik entscheidend. „Trotz eines Rekordhaushalts gingen über 80 Prozent der Mittel für laufende Ausgaben drauf, während der Anteil für Investitionen sank – ein Trend, der dringend überdacht werden muss“, warnt Rieper.<BR /><BR />Auch bei den Energiepreisen sei Gegensteuern nötig: „Sie liegen in Südtirol aktuell 30 Prozent über dem europäischen Durchschnitt.“<BR /><BR />Darüber hinaus will das UVS-Präsidium saubere Energie fördern und einen sparsamen Umgang mit Ressourcen, Grund und Boden sichern.