Wir geben Ihnen einen Überblick über die wichtigsten Maßnahmen.<BR /><BR /> Insgesamt 33 Milliarden Euro an öffentlichen Geldern fließen 2026 in Italien in die Unterstützung für Familien. Wie die Wirtschaftszeitung Il Sole 24 Ore berichtet, handelt es sich um eine Mischung aus Direktzahlungen, Steuererleichterungen und einer weitreichenden Reform der ISEE-Berechnung.<h3> 20 Milliarden für das Kindergeld</h3>Der größte Einzelposten im staatlichen Familienbudget bleibt das Kindergeld („Assegno Unico Universale“). Für das Jahr 2026 könnten die Ausgaben laut Berechnungen von Il Sole 24 Ore hierfür die Marke von 20 Milliarden Euro überschreiten (nach 19,7 Milliarden im Vorjahr).<BR /><BR /> Lag das Kindergeld 2025 noch bei durchschnittlich 173 Euro pro Kind, wird dieser Betrag 2026 leicht darüber liegen: Er wird als Anpassung an die Inflation um 1,4 Prozent angehoben und wird im Schnitt also bei rund 175,40 Euro liegen. Auch die Einkommensgrenzen (ISEE-Schwellenwerte) werden entsprechend nach oben angepasst.<h3> ISEE-Reform: 489 Millionen Euro für Hausbesitzer</h3>Um den Zugang zu Sozialleistungen für Immobilienbesitzer und größere Familien zu erleichtern, investiert der Staat zusätzlich 489,42 Millionen Euro in eine Reform der ISEE-Berechnung.<BR /><BR />Der Freibetrag für die Erstwohnung steigt von 52.500 Euro auf 91.500 Euro (bis zu 120.000 Euro in Großstädten). Ab dem zweiten Kind erhöht sich dieser Freibetrag um weitere 2.500 Euro pro Kind.<BR /><BR />Allein für das Kindergeld fließen durch diese Neuberechnung 340,78 Millionen Euro mehr an betroffene Familien.<h3>Neue und erweiterte Boni: Von der Müllabfuhr bis zur Kita</h3>Eine wichtige Neuerung ist der 25-prozentige Rabatt auf die Müllrechnung für Haushalte in wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Schätzungsweise 4 Millionen Familien profitieren davon automatisch.<BR /><BR />Zur Entlastung bei Strom- und Gasrechnungen sind für bedürftige Familien insgesamt rund 2,4 Milliarden Euro vorgesehen. Die Unterstützung für berufstätige Mütter mit mindestens zwei Kindern steigt von 40 auf 60 Euro pro Monat und kostet den Staat damit rund 630 Millionen Euro im Jahr.<BR /><BR />Die Guthabenkarte für Lebensmitteleinkäufe (Dedicata a te) wurde für 2026 und 2027 mit jeweils einer halben Milliarde Euro refinanziert. Das Alter des Kindes, bis zu dem Elternzeit beansprucht werden kann, wird von 12 auf 14 Jahre angehoben. Diese Maßnahme kostet den Staat rund 14,3 Millionen Euro.<BR /><BR />Zusätzlich zu den Direktzahlungen bleiben Steuerabzüge in Höhe von rund zwei Milliarden Euro bestehen. Diese decken Zinsen für Hypotheken, Schul- und Universitätskosten sowie die Ausgaben für den Sportverein der Kinder ab. Neu hinzu kommen (noch in der Umsetzung befindliche) Gutscheine für Schulbücher und Unterstützung für Schüler von Privatschulen.