Mittwoch, 27. September 2017

Untersuchungskommission zu Bankenkrisen in Italien eingerichtet

Am heutigen Mittwoch hat in Rom erstmals eine parlamentarische Untersuchungskommission über das Finanz- und Bankensystem getagt, die vom italienischen Parlament eingerichtet wurde. Die Kommission aus 20 Senatoren und 20 Abgeordneten muss die Hintergründe der Bankenkrisen in Italien beleuchten.

Aufgabe der Untersuchungskommission ist es, die Verantwortung für das Missmanagement zu klären, das zu Krisen bei mehreren Banken, darunter Monte Paschi di Siena, Veneto Banca und Banca popolare di Vicenza geführt hat. Die Einrichtung der Kommission war mit Nachdruck von Oppositionsparteien gefordert worden.

In einer ersten Phase sollen die Bankenkrisen seit 2014 beleuchtet werden. Nicht ausgeschlossen wird, dass auch der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, Notenbankchef zwischen 2005 und 2011 von der Kommission befragt werden könnte.

Nach Angaben von Medien hat der italienische Staat allein heuer Jahr 10,1 Mrd. Euro zur Bankenrettung ausgegeben. 5,4 Mrd. Euro dienen allein der Rettung von Monte Paschi di Siena.

apa

stol