<BR /><BR />Die Idee von Urlaub auf dem Bauernhof (UaB) ist bestechend einfach: Zusätzlich zum Hofbetrieb bietet man Gästebetten an und sichert sich ein zusätzliches Einkommen. In Südtirol gibt es laut Astat rund 3.100 Bauernhöfe mit Übernachtungsmöglichkeiten. Rund 1.680 dieser Betriebe tragen das Qualitätssiegel „Roter Hahn“ des Südtiroler Bauernbundes. <h3> Jeder zehnte Südtirol-Gast nächtigt auf dem Bauernhof</h3>„Das Interesse, seinen Urlaub auf dem Bauernhof zu verbringen, ist ungebrochen“, betonte SBB-Marketingleiter Hans Kienzl anlässlich der 25. Fachtagung „Urlaub auf dem Bauernhof“. „Das vergangene Jahr war bereits sehr erfolgreich, und auch heuer deutet alles auf eine ausgezeichnete Saison hin.“<BR /><BR />Im Jahr 2024 zählten die Betriebe insgesamt rund 3,7 Millionen Nächtigungen – das entspricht etwa zehn Prozent aller Übernachtungen in Südtirol. Besonders erfreulich entwickle sich derzeit das Winterhalbjahr, in dem die Nachfrage stark zunehme. <h3> „Online-Buchbarkeit muss ausgebaut werden“</h3>Trotz des Erfolgs gibt es auch bei UaB-Betrieben noch Handlungsbedarf – vor allem im Bereich Digitalisierung. „Früher entschied das persönliche Gespräch über den ersten Eindruck, heute ist es der Online-Auftritt“, betonte Stephan Raffeiner, Berater bei der Agentur Kohl & Partner, anlässlich der Fachtagung. <BR /><BR />Gerade hier müssten viele Betriebe große Schritte nach vorne machen, erklärte Kienzl. Von den 1.680 Betrieben der Marke „Roter Hahn“ nutzt weniger als die Hälfte eine digitale Gästeverwaltung, und nur ein kleiner Teil ist überhaupt online buchbar.<BR /><BR />Dabei biete die Online-Buchbarkeit zahlreiche Vorteile: Sie entlaste im Tagesgeschäft, reduziere Fehler wie Doppelbuchungen und könne zu einer besseren Auslastung führen. „Wichtig ist jedoch, dass unsere Betriebe dabei nicht vergessen, was sie besonders macht: den echten Bauernhof, hofeigene Produkte, gemütliche Zimmer und eine unbeschwerte, authentische Gastfreundschaft“, so Kienzl.