Dienstag, 25. August 2020

Urlaubsausgaben der Italiener um 25 Prozent gesunken

Die Ausgaben der Italiener für den Sommerurlaub sind infolge der Coronakrise stark gesunken. Gegenüber dem Sommer 2019 kürzten die Italiener ihre Urlaubsausgaben um 25 Prozent auf 588 Euro pro Kopf, geht aus einer am Dienstag veröffentlichten Studie des Meinungsforschungsinstituts Ixe hervor.

Jeder vierte Italiener wählte eine Urlaubsdestination nicht weit vom Wohnort entfernt.
Jeder vierte Italiener wählte eine Urlaubsdestination nicht weit vom Wohnort entfernt. - Foto: © shutterstock
Trotz Coronavirus haben zwar 73 Prozent der Italiener einen Sommerurlaub verbracht, das sind aber 13 Prozent weniger als im Vorjahr. Die geringeren Ausgaben seien das Ergebnis von kürzeren Urlauben in Ortschaften, die in der näheren Umgebung des Wohnsitzes liegen.

Urlaubsdestinationen nicht weit vom Wohnort entfernt

Die Italiener verbrachten im Durchschnitt heuer weniger als 10 Tage im Sommerurlaub, ergab die Umfrage. Jeder Vierte wählte eine Urlaubsdestination nicht weit vom Wohnort. Die meisten Italiener entschieden sich für Ferienwohnungen oder für einen Urlaub bei Angehörigen oder Freunden, ergab die Studie. Trotz des massiven Ausfalls ausländischer Touristen meldeten Hotels und Restaurants einen Zuwachs bei der Zahl italienischer Urlauber im Sommermonat August gegenüber Juli.

Steigende Corona-Zahlen durch Reiserückkehrer

Wegen steigender Zahlen an Corona-Neuinfektionen bei italienischen Touristen, die aus dem Ausland zurückkehren, rief Gesundheitsminister Roberto Speranza die Jugendlichen zu Umsicht auf.

In Italien müssen sich Einreisende und Urlaubsrückkehrer aus Kroatien, Griechenland, Malta und Spanien verpflichtend auf das Coronavirus testen lassen. Die Regelung gilt vorerst bis 7. September. Zuletzt waren viele positive Corona-Fälle bei Italienern aufgetreten, die aus einem Urlaub in den entsprechenden Ländern heimgekehrt waren.

apa

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