Freitag, 04. Mai 2018

US-Finanzminister: Handelsgespräche mit China auf gutem Weg

US-Finanzminister Steven Mnuchin hat sich verhalten optimistisch über seine Gespräche in Peking zur Vermeidung eines Handelskriegs mit China geäußert. „Wir haben sehr gute Gespräche”, sagte er am Freitag kurz vor Beginn der neuen Verhandlungsrunde am zweiten Tag seines Besuchs in der chinesischen Hauptstadt. Weiter äußerte er sich zunächst nicht.

US-Finanzminister Mnuchin derzeit in Peking. - Foto: APA (AFP)
US-Finanzminister Mnuchin derzeit in Peking. - Foto: APA (AFP)

Über die erste Verhandlungsrunde der hochrangigen US-Delegation mit Mnuchin an der Spitze am Donnerstag waren keine Details nach außen gedrungen. Das chinesische Außenministerium bekräftigte allerdings, die Gespräche müssten in gegenseitigem Respekt geführt werden und jede Vereinbarung müsse zum Vorteil beider Seiten ausfallen.

Die USA haben dem Bericht eines Reporters des „Wall Street Journals” zufolge China aufgefordert, sein Handelsungleichgewicht unmittelbar zu reduzieren. Bis 2020 solle der Überschuss im Handel mit den USA um 200 Mrd. Dollar (167 Mrd. Euro) abgebaut werden. Die USA verlangten zudem einen Stopp von Subventionen für Hightech-Firmen. China solle alle Zölle auf ein Niveau senken, das nicht über dem der USA liege, hieß es weiter. China ist der größte Handelspartner der USA und weist gegenüber den Vereinigten Staaten einen Exportüberschuss von 375 Mrd. Dollar (rund 313 Mrd. Euro) auf.

Ein Durchbruch mit einem grundlegenden Wandel der chinesischen Wirtschaftspolitik gilt als unwahrscheinlich. Allerdings könnte China mit einem kurzfristigen Entgegenkommen einen Aufschub bei angedrohten US-Importzöllen erhalten und damit mehr Spielraum für weitere Verhandlungen der beiden größten Volkswirtschaften schaffen.

US-Zölle auf Stahl- und Aluminium-Produkte aus China gelten bereits, Einfuhraufschläge auf zahlreiche weitere Produkte könnten ab Juni in Kraft treten. China hat Gegenmaßnahmen angekündigt. US-Präsident Donald Trump wirft China Dumping-Preise, Diebstahl geistigen Eigentums von US-Firmen und andere unfaire Handelspraktiken vor. Er stellte am Donnerstag via Twitter ein baldiges Treffen mit Chinas Staatschef Xi Jinping in Aussicht.

apa/ag.

stol