Freitag, 12. Januar 2018

US-Handelsdefizit mit China wächst

Donald Trump ist es ein Dorn im Auge, dass China viel mehr Waren in die USA verkauft als umgekehrt. Wie neue Daten zeigen, bleibt der Ärger des Präsidenten ohne Folgen: Das Minus im bilateralen Außenhandel wächst weiter kräftig.

Donald Trump möchte eine ausgeglichenere Handelsbilanz mit China.
Donald Trump möchte eine ausgeglichenere Handelsbilanz mit China. - Foto: © APA/AFP

Das Defizit der Vereinigten Staaten bei Handelsgeschäften mit China ist im ersten Jahr der Amtszeit von US-Präsident Donald Trump sogar deutlich gestiegen. Wie aus am Freitag in Peking veröffentlichten Daten der chinesischen Zollverwaltung hervorgeht, wuchs der Überschuss Chinas im Handel mit den USA um rund 9 Prozent auf knapp 278 Mrd. US-Dollar (231,3 Mrd. Euro).

Damit steuern die USA den größten Teil zum Handelsbilanzüberschuss Chinas bei. Dieser ist zwar im vergangenen Jahr insgesamt um 17 Prozent auf knapp 423 Mrd. Dollar gesunken, aber immer noch sehr hoch.

Handelsbilanz der USA mit China soll ausgeglichen ausfallen

Das ist vielen internationalen Handelspartnern ein Dorn im Auge. Besonders US-Präsident Trump will erreichen, dass die Handelsbilanz seines Landes mit China ausgeglichener ausfällt.

Auch Frankreichs Präsident Emmanuel Macron rief bei seinem ersten Staatsbesuch in Peking in dieser Woche dazu auf, Frankreichs Handelsdefizit mit China zu reduzieren, und forderte einen besseren Zugang für europäische Firmen auf dem chinesischen Markt. Im Handel mit allen Ländern der Europäischen Union ging Chinas Handelsbilanzüberschuss im vergangenen Jahr um etwas mehr als vier Prozent auf 129 Mrd. Dollar zurück.

Trotz durchwachsener Zahlen im Dezember hat China das Handelsjahr insgesamt robust abgeschlossen. Laut Zahlen der Zollverwaltung stiegen die Exporte im Dezember auf Dollar-Basis im Vergleich zum Vorjahresmonat stärker als erwartet um 10,9 Prozent. Die Importe hingegen legten nur um 4,5 Prozent zu.

apa/dpa

stol