Das Repräsentantenhaus stimmte am Mittwoch für Strafzölle auf chinesische Importe, weil China seine Währung nach Ansicht der Abgeordneten künstlich unterbewertet hält und sich damit unfaire Wettbewerbsvorteile verschafft. Vorige Woche hatte sich bereits Obama in einem direkten Gespräch mit Chinas Premier Wen Jiabao noch einmal dafür eingesetzt, dass der Yuan aufgewertet wird.Die Abgeordneten votierten mit 348 gegen 79 Stimmen für den Entwurf. Nun muss er noch den Senat passieren, wo ihm allerdings wenig Chancen eingeräumt werden. Die „New York Times“ sprach von einer „symbolischen, aber nicht unbedeutenden“ Maßnahme der Abgeordneten.Die US-Ökonomie weist ein riesiges Leistungsbilanzdefizit auf, das zu großen Teilen auf einem Defizit im Außenhandel beruht: Die größte Volkswirtschaft der Welt importiert deutlich mehr als sie exportiert. Im vergangenen Jahr lag das Minus bei rund 380 Milliarden Dollar (278 Mrd Euro). Dabei spielt der Außenhandel mit China eine große Rolle.Chinas Zentralbank verspricht „größere Flexibilität“ des YuanIm Währungsstreit mit den USA hat die chinesische Zentralbank am Mittwoch eine „größere Flexibilität“ der Landeswährung Yuan angekündigt. Die Zentralbank werde auch weiterhin eine „angemessen lockere Geldpolitik“ verfolgen und ihre Währungsflexibilität erhöhen, teilte das Institut in Peking mit. Die Ankündigung erfolgte nur wenige Stunden vor der Abstimmung im US-Repräsentantenhaus. Die USA werfen der Volksrepublik vor, den Kurs ihrer Währung zum Dollar künstlich niedrig zu halten, um chinesische Waren im Ausland billiger zu machen.apa/dpa/afp