Mittwoch, 17. Juni 2015

US-Notenbank wagt noch keine Abkehr vom Nullzins

Die US-Notenbank Federal Reserve schiebt die Zinswende weiter hinaus.

Foto: © APA/EPA

Der Offenmarktausschuss um Fed-Chefin Janet Yellen entschied am Mittwochabend, den Leitsatz auf dem Rekordtief von null bis 0,25 Prozent zu belassen. Dort verharrt er seit dem Höhepunkt der weltweiten Finanzkrise Ende 2008.

Ein Schwächeanfall der Wirtschaft zu Jahresbeginn kam der Fed bei ihren Plänen in die Quere, Zentralbankgeld erstmals seit Mitte 2006 wieder zu verteuern. Seither hat sich die Wirtschaft nach Ansicht der Währungshüter jedoch wieder einigermaßen erholt.

Dennoch gaben sie zunächst kein klares Signal, wann sie die angepeilte Zinswende vollziehen wollen. Viele Experten rechnen für September oder das Jahresende damit. Dazu passt, dass die Notenbanker im Mittel für das Jahresende einen Zinssatz von 0,625 Prozent vorhersagen.

Nach dem schwachen Start beurteilen sie die Konjunkturaussichten nun aber etwas pessimistischer: Für 2015 erwarten sie nur noch ein Wachstum von 1,8 bis 2,0 Prozent (März-Prognose: 2,3 bis 2,7 Prozent). Weiteren Aufschluss über die künftige Zinspolitik erwarteten sich Beobachter von der Pressekonferenz Yellens nach dem Zinsbeschluss.

apa/dpa

stol