Mittwoch, 23. September 2015

US-Ratingagentur S&P sieht schwaches Wachstum in Italien

Laut der US-Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) hat Italien die schwere Rezession der vergangenen Jahre überwunden, die Wirtschaft wächst jedoch nur gering.

Foto: © APA/EPA

Dies sei der hohen Arbeitslosigkeit und den Einkommen zuzuschreiben, die kaum steigen und den Privatkonsum belasten, hieß es in einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht.

Zur Stützung der Konjunktur seien kräftige Investitionen notwendig. Eine Belastung seien die hohen notleidenden Kredite, die wie ein Damoklesschwert die Geldhäuser unter Druck setzen. Positiv seien dagegen der zunehmende Export und das Vertrauen der Konsumenten, das ein Rekord seit 2008 erreicht habe.

Die Wirtschaft des Landes werde in diesem Jahr um 0,9 Prozent und 2016 um 1,6 Prozent wachsen, erklärte die Regierung am Freitag. Das sind jeweils um 0,2 Prozentpunkte mehr als noch im April angenommen worden waren.

Der neuveröffentlichte Ausblick ist die Grundlage für den Haushaltsentwurf des kommenden Jahres, den die Regierung Ende September vorstellen wird. Darin erhöht die Regierung zudem das Defizitziel für das kommende Jahr von bisher 1,6 Prozent auf 2,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP), obwohl durch die stärkere Konjunktur höhere Steuereinnahmen zu erwarten sind.

Noch optimistischer ist der Industrieverband Confindustria, laut dem das Bruttoinlandsprodukt von Österreichs zweitwichtigstem Handelspartner bis Jahresende um ein Prozent wachsen soll, 2016 dann um 1,5 Prozent. Bisher hat Confindustria ein Plus von 0,8 Prozent für heuer und 1,4 Prozent für 2016 prognostiziert.

apa

stol