Donnerstag, 27. Juni 2019

USA und China vereinbaren Burgfrieden im Handelsstreit

Vor dem mit Spannung erwarteten Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping beim G-20-Gipfel haben sich einem Medienbericht zufolge beide Seiten auf einen vorläufigen Burgfrieden im Handelsstreit geeinigt. Details der Übereinkunft sollen demnächst erörtert werden. Die Mitteilungen würden miteinander abgestimmt, eine gemeinsame Erklärung werde es aber nicht geben.

Handelsstreit bremst Konjunktur Foto: APA (AFP)
Handelsstreit bremst Konjunktur Foto: APA (AFP)

Die Vereinbarung sehe vor, dass die USA vorerst nicht wie angedroht Zölle auf zusätzliche chinesische Waren im Volumen von 300 Mrd. Dollar (264 Mrd. Euro) verhängen, berichtete die „South China Morning Post” am Donnerstag unter Berufung auf Insider.

Nach US-Angaben sollen Trump und Xi am Rande des G-20-Gipfels im japanischen Osaka am Samstag Handelsgespräche führen. Trump hatte am Mittwoch erklärt, ein Handelsabkommen mit Xi sei möglich. Sollten beide Seiten aber weiterhin nicht zusammenfinden, sei er darauf vorbereitet, US-Zölle auf praktisch alle chinesischen Importe zu verhängen, die bisher noch nicht mit zusätzlichen Abgaben belegt worden seien.

Die beiden weltgrößten Wirtschaftsmächte haben sich gegenseitig mit Sonderzöllen überzogen, was die Konjunktur rund um den Globus bremst. Trump wirft der Volksrepublik unfaire Handelspraktiken vor und hat mit weiteren Maßnahmen gedroht.

apa/ag.

stol