Donnerstag, 09. Mai 2019

USA und China verschärfen Ton vor neuen Handelsgesprächen

Im Handelsstreit zwischen den USA und China haben beide Seiten vor möglicherweise entscheidenden neuen Gesprächen den Druck erhöht. Peking wies Vorwürfe aus Washington zurück, sich nicht an bereits gemachte Zusagen zu halten und betonte, nicht vor dem „Druck zu kapitulieren”. US-Präsident Donald Trump hatte dem Land zuvor offen vorgeworfen, das geplante „Abkommen gebrochen” zu haben.

Trump warf China vor, Vereinbarungen zu brechen Foto: APA (AFP/Archiv)
Trump warf China vor, Vereinbarungen zu brechen Foto: APA (AFP/Archiv)

Die zweitägigen Handelsgespräche sollten am Donnerstag in Washington beginnen. „Die chinesische Seite hat ihre Versprechen gehalten, und das hat sich niemals geändert”, sagte der Sprecher des Handelsministeriums, Gao Feng, in Peking. Zugleich sei das Land auf „alle möglichen Situationen vorbereitet”, fügte er mit Blick auf die unsichere Entwicklung der Handelsgespräche hinzu. In jedem Fall werde China nicht vor dem Druck aus den USA kapitulieren und das Land werde seine „eigenen Interessen verteidigen”.

Nachdem beide Seiten wochenlang über ein Abkommen verhandelt und Optimismus verbreitet hatten, kündigte Trump vor wenigen Tagen per Twitter überraschend eine neue Runde von Zollerhebungen ab diesem Freitag an, die die US-Regierung auch bereits in die Wege leitete. Ranghohe Regierungsvertreter warfen China vor, bereits Zugesagtes während der Verhandlungen wieder zurückgenommen zu haben - unter anderem zu Staatsinterventionen in Märkte und zum Handelsdefizit.

apa/ag./dpa

stol