„Es ist gut, wenn die Mitglieder eine Wahl haben“, findet Vallazza. <BR /><BR />Nach 15 Jahren Obmannschaft ist – wie berichtet – für Leo Tiefenthaler nun Schluss. Lange Zeit sah es so aus, als wäre der bisherige stellvertretende Landesobmann Daniel Gasser (Feldthurns) der „natürliche“ Nachfolger, zumal er seinerseits als Obmann seines Bezirkes Eisacktal/Wipptal nicht mehr antreten durfte und Nachfolger Matthias Braunhofer aus Ridnaun Platz machen musste. <BR /><BR />Nun bekommt Gasser jedoch Konkurrenz aus dem Gadertal (Wengen): Der ehemalige SVP-Landtagsabgeordnete Manfred Vallazza und frisch gebackene SBB-Bezirksobmann des Pustertales wird von seinem Bezirk für das Amt des Bauernbundobmannes vorgeschlagen. „Viele haben mich aufgefordert zu kandidieren, damit bei der Klausur Anfang Februar eine Wahl stattfindet“, erklärt Vallazza. Zudem reize ihn die Aufgabe, sagt er und hat auch schon einige Baustellen und Themen, die er als Obmann besonders „beackern“ möchte, darunter Bürokratieabbau und eine anwenderfreundlichere Digitalisierung: „Dass das so kompliziert ist und so viel Aufwand, das geht nicht auf einem Hof, da wartet schon genug Arbeit im Stall oder auf der Obstwiese“, sagt er. Hinzu kommen Wolf und Bär, ein Auskommen mit dem Einkommen aus der Landwirtschaft, Energie und Versorgungssicherheit... „Es gibt viele Punkte, die anzugehen sind“. Ob er derjenige sein wird, der sich als Obmann darum kümmern wird, oder Daniel Gasser, entscheidet sich auf der Klausurtagung des Bauernbundes am 10. Februar in Nals. <BR /><BR />Davor muss die Kandidatenliste noch vom Landesbauernrat genehmigt werden. Und der kann theoretisch auch selber noch Kandidaten hinzufügen. Erst danach ist die Kandidatennominierung abgeschlossen. Das gilt auch für die Obmann-Stellvertreter. 2 Kandidaten stehen hierfür bisher fest: Reinhard Dissertori (Tramin), der gerade erst von seinem SBB-Bezirk Unterland als Bezirksobmann bestätigt wurde, und Michael Kaufmann aus Naturns. Er ist einer der beiden Stellvertreter des neuen Burggräfler Bezirksobmannes Hannes Dosser (Schenna). Beide Kandidaten kommen jedoch aus der Obstwirtschaft. In der Vergangenheit kam jedoch jeweils ein Stellvertreter aus der Vieh- und der Obstwirtschaft. Sollten nicht noch weitere Kandidaten auftauchen, könnte das darauf hinauslaufen, dass der bei der Obmann-Wahl unterlegene Kandidat den Stellvertreter für die Viehwirtschaft macht. Ohne Gegenkandidat ist hingegen der Vertreter der Berglandwirtschaft, Alberich Hofer aus dem Passeiertal. <BR /><BR />Alles in allem stehen beim Bauernbund jedenfalls auch an der Spitze große Veränderungen an. Auf Bezirksebene sind diese bereits erfolgt: Neben Dosser, Vallazza und Braunhofer ist auch Joachim Weiss aus Latsch im Bezirk Vinschgau als Obmann neu.