„Mit dem Abschluss der ersten Phase des Reformprozesses sind wir nun in der Lage, unter einer neuen Führung die zweite Phase zu beginnen“, erklärte der Leiter der Finanzbehörde des Vatikans, Kardinal George Pell, am Dienstag bei der Veröffentlichung des Jahresberichts des Instituts.„Ich möchte Ernst von Freyberg und dem gesamten Rat für die große Einsatzbereitschaft danken.“ Der 55-Jährige wurde noch von Papst Benedikt XVI. ernannt und hatte sein Amt im März 2013 übernommen. Freyberg hat der bis zu seinem Antritt von mehreren Skandalen gebeutelten Bank eine radikale Neustrukturierung verordnet. Die neue Spitze des Istituto per le Opere di Religione IOR soll am Mittwoch vorgestellt werden.Insider: Bank wird zusammengestutztInsidern zufolge wird das Institut deutlich zusammengestutzt werden. Die Investment-Aktivitäten würden im Zuge der Neustrukturierung abgegeben, verlautete am Montag aus Vatikan-Kreisen. Das Geldhaus solle in ein Institut verwandelt werden, das vor allem Zahlungsdienste für die katholische Kirche erledige.Franzose wird neuer ChefAuch das Vermögen des Heiligen Stuhls solle künftig von einem neuen Bereich verwaltet werden. Die Details zur Reform sollen am Mittwoch bekanntgegeben werden. Zum neuen Chef der Bank solle der französische Geschäftsmann Jean-Baptiste de Franssu ernannt werden. Er löse damit den Deutschen Ernst von Freyberg ab, der das Geldhaus verlässt. Freyberg war noch vom früheren deutschen Papst Benedikt XVI. eingesetzt worden, um bei dem Geldhaus aufzuräumen.Die Bank mit dem offiziellen Namen „Institut für religiöse Werke“ war unter anderem in den Verdacht der Geldwäsche geraten. Unter Freybergs Führung startete das Geldhaus eine Initiative für mehr Transparenz. Freyberg ließ Hunderte von Konten schließen, mehrere Ermittlungen einleiten und setzte strenge Regeln im Kampf gegen die Geldwäsche durch.dpa