Montag, 15. März 2021

Venedig und Florenz stellen Plan für Neustart des Tourismus vor

Die Bürgermeister von Venedig und Florenz haben der Regierung in Rom einen Zehn-Punkte-Katalog mit Vorschlägen für den Neustart des Tourismus vorgestellt. Maßnahmen zum Schutz des Handwerks und lokaler Produktionen und eine Neuregelung für die Vermietung von Ferienwohnungen sind einige Schwerpunkte des am Montag vorgestellten Programms.

Große Verluste für Kulturstädte wie Florenz (im Bild) und Venedig wegen des ausfallenden Tourismus in der Coronakrise.
Große Verluste für Kulturstädte wie Florenz (im Bild) und Venedig wegen des ausfallenden Tourismus in der Coronakrise. - Foto: © Shutterstock
Die Gemeinden fordern Unterstützung für den Nahverkehr, der wegen des Touristenschwunds mit einem starken Einnahmenrückgang konfrontiert ist.

Allein in Venedig seien 2020 80 Millionen Euro durch den Verkauf von Fahrkarten für die öffentlichen Verkehrsmittel ausgefallen, 2021 werde der Verlust 60 Millionen Euro betragen, berichtete der Bürgermeister von Venedig, Luigi Brugnaro, bei einer Pressekonferenz online. Der Bürgermeister von Florenz, Dario Nardella, forderte mehr Kompetenzen für die Gemeinden in Sachen Sicherheit der Touristen.

Privatbürger, die auf Internet-Plattformen wie Airbnb ihre Wohnungen anbieten, sollen dies nur 90 Tage im Jahr tun können. Sie sollen außerdem maximal 2 Ferienwohnungen vermieten können. Über diese Grenzen hinaus soll das Steuersystem angewendet werden, das für Hotels gilt, lautet die Forderung der beiden Bürgermeister. Damit will man vermeiden, dass Private zu einer zu starken Konkurrenz für Hotels werden.

Die beiden Stadtchefs riefen die Kollegen anderer Kulturstädte in Italien auf, den Maßnahmenkatalog zu unterzeichnen und ihn vor der Regierung zu fördern. Es sei wichtig, nach Ende der Pandemie neue Wege eines nachhaltigen Tourismus zu beschreiten.

apa