Mittwoch, 14. März 2018

Verbraucherschutz als Zukunftsaufgabe

Am 15. März wird der Weltverbrauchertag begangen. Die Bedingungen und der Schutz der italienischen Verbraucher haben sich, vor allem Dank der zahlreichen Interventionen durch die Europäische Union, verbessert. Die Verbraucherzentrale Südtirol (VZS) hat 2017 über 40.000 Verbraucher informiert, beraten und weiter gebildet sowie zu ihrem Recht und Geld verholfen.

Am 15. März wird der Weltverbrauchertag begangen.
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Am 15. März wird der Weltverbrauchertag begangen. - Foto: © shutterstock

Der Jahresbericht für 2017 der Verbraucherzentrale Südtirol (VZS), der wie gewohnt am Weltverbrauchertag vorgestellt wird, zeigt auf dass es beträchtlichen Handlungsbedarf zum Beispiel bei den großen Schwierigkeiten der Geldanleger gibt, wieder zu ihrem Geld zu kommen, welches ihnen aufgrund der Unregelmäßigkeiten beim Verkauf von Bankprodukten zusteht.

Über 40.000 Konsumentenkontakte

Bei den knapp 11.000 Beratungsfällen (-3 Prozent gegenüber 2016) gibt es einen kleineren und bei den Informationsnachfragen (10.292) mit -11 Prozent einen etwas größeren Rückgang zu verzeichnen. Dies hat auch damit zu tun, dass die digitale Welt voranschreitet und die Online-Angebote der VZS verstärkt genutzt werden.

Reklamationen zu Telekommunikationsverträgen bildeten unverändert den Schwerpunkt der Beratungs- und Informationstätigkeiten. Aus dem breiten Spektrum des Konsums standen 2017 auch noch 3 Themen im Fokus der Verbraucherarbeit: Häufig waren Informationen zum Thema Handel und Konsum notwendig, heikle Fragen im Bereich der Finanzdienstleistungen - sprich Banken – wurden aufgeworfen und knapp 1000 Fälle im Strom- und Gasmarkt zeugen nach wie vor von unzumutbaren Zuständen. Die Konsumentenkontakte lagen bei über 40.000. 

Forderungen an die künftige Landesregierung

Die Verbraucherzentrale wünscht sich von der Landesregierung, dass diese die Sorgen der Verbraucher mehr in den Fokus ihrer Arbeit rückt. Verbraucherfreundliche Lösungen braucht es für eine erfolgreiche Heimholung des Stroms und für mehr Qualität bei öffentlichen Dienstleistungen wie dem Personennahverkehr und dem Gesundheitswesen.

Damit der Verbraucheralltag leichter wird, braucht es Erleichterungen Verbrauchern zu dem Geld zu verhelfen, das ihnen zusteht. Im Hinblick auf die bevorstehenden Landtagswahlen lädt die VZS daher die politischen Vertreter ein, sich über die Probleme zu informieren. Dazu meinen der VZS-Vorsitzende, Agostino Accarrino, und der VZS-Geschäftsführer, Walther Andreaus: „Nur wer über die Probleme, die Südtirols Verbraucher bewegen, genau Bescheid weiß, kann erfolgversprechende Strategien für eine angemessene Verbraucherpolitik entwickeln.“

Verbraucherschutz als Zukunftsaufgabe

Mit dem Jahresbericht legt die Verbraucherzentrale Südtirol (VZS) Rechenschaft ab über ihre Arbeit des letzten Jahres.

Die Zunahme der Komplexität des Konsumalltags und der Eigenverantwortung der Verbraucher machen es erforderlich, dass die Interessen der Verbraucher auf allen Ebenen berücksichtigt werden. Dabei ist ein Thema auch die dauerhafte Sicherung der finanziellen und personellen Ressourcen einer unabhängigen Verbraucherarbeit.

stol

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