Dienstag, 21. April 2015

Verschuldung in Eurozone steigt auf 91,9 Prozent

Die Verschuldung der Eurozone ist 2014 auf 91,9 Prozent gestiegen. 2013 waren es noch 90,9 Prozent. Wie das EU-Statistikamt Eurostat am Dienstag mitteilte, gingen die Defizite im Euroraum im Vorjahr im Durchschnitt auf 2,4 Prozent zurück.

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16 EU-Staaten verzeichneten 2014 eine Schuldenquote von über 60 Prozent, dem nach den Maastricht-Kriterien zulässigen Schwellenwert.

 

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Öffentliche Verschuldung in Italien: 132,1 Prozent 

Am höchsten ist die öffentliche Verschuldung in Griechenland (177,1 Prozent), Italien (132,1 Prozent), Portugal (130,2 Prozent), Irland (109,7 Prozent), Zypern (107,5 Prozent) und Belgien (106,5 Prozent).

Die niedrigsten Schuldenquoten hatten 2014 Estland (10,6 Prozent), Luxemburg (23,6 Prozent), Bulgarien (27,6 Prozent), Rumänien (39,8 Prozent) und Lettland (40,0 Prozent).

Nur Dänemark (+1,2 Prozent), Deutschland (+0,7 Prozent), Estland und Luxemburg (je +0,6 Prozent) verzeichneten 2014 einen öffentlichen Budgetüberschuss.

Die niedrigsten Defizite verzeichneten Litauen (0,7 Prozent), Lettland (1,4 Prozent) und Rumänien (1,5 Prozent). Zwölf EU-Staaten wiesen ein Defizit von mehr als drei Prozent der Wirtschaftsleistung – der zulässigen Maastricht-Obergrenze – auf.

Das höchste Defizit hatte Zypern (8,8 Prozent), gefolgt von Spanien (5,8 Prozent), Kroatien und Großbritannien (je 5,7 Prozent), Slowenien (4,9 Prozent), Portugal (4,5 Prozent), Irland (4,1 Prozent), Frankreich (4,0 Prozent), Griechenland (3,5 Prozent) sowie Belgien, Polen und Finnland (je 3,2 Prozent).

Die Staatsausgaben verringerten sich in der Eurozone geringfügig gegenüber 2013 von 49,4 auf 49,0 Prozent. In der gesamten EU gingen sie im selben Zeitraum von 48,6 auf 48,1 Prozent zurück.

apa

stol