<BR />„Wir stehen vor einer Situation, in der viele wesentliche Fragen ungeklärt sind“, betont lvh-Präsident Martin Haller. „Unternehmen wissen nicht, welche Schäden tatsächlich versichert werden müssen und ob bestehende Versicherungen anerkannt werden. Außerdem gibt es keine standardisierten Tarife, sodass Betriebe Gefahr laufen, überteuerte oder unzureichende Policen abzuschließen.“<BR /><BR />Besonders schwierig sei die Lage für Kleinunternehmer und Handwerksbetriebe, die ihre Betriebsstätte in der eigenen Wohnung haben. „Ist in diesem Fall eine zusätzliche Versicherung nötig, obwohl private Gebäude meist bereits versichert sind? Falls nicht, droht diesen Unternehmen der Ausschluss von Förderprogrammen?“ fragt Haller. <BR /><BR />Bekanntlich sind alle im Handelsregister eingetragenen Unternehmen betroffen – mit Ausnahme der landwirtschaftlichen Betriebe, die weiterhin durch den Solidaritätsfonds abgesichert sind. Betriebe, die bis zur Frist keine Versicherung abgeschlossen haben, riskieren den Ausschluss von öffentlichen Förderungen und finanziellen Unterstützungen.<h3> „Versicherungsanbieter nicht vorbereitet“</h3>Ein weiteres Hindernis stelle die unzureichende Vorbereitung der Versicherungsbranche dar. „Noch immer gibt es keine klaren Vertragsmodelle für die Betriebe. Selbst Versicherer können in vielen Fällen nicht genau sagen, welche Risiken abgedeckt werden und welche nicht“, erklärt auch lvh-Direktor Walter Pöhl.<BR /><BR />Angesichts vieler offener Fragen fordert der lvh eine Verlängerung der Frist sowie klare und transparente Vorgaben für die betroffenen Betriebe. „Unternehmen dürfen nicht dazu gezwungen werden, Verträge abzuschließen, die möglicherweise nicht den notwendigen Schutz bieten oder ihnen später den Zugang zu Fördermitteln verwehren“, mahnt Pöhl. Der lvh appelliert daher an die zuständigen Ministerien, gemeinsam mit den Unternehmensverbänden und Versicherungen eine praktikable Lösung zu erarbeiten.