Dienstag, 23. Juni 2020

Verstaatlichte Alitalia soll nicht zerstückelt werden

Die neue Alitalia mit staatlicher Beteiligung, die in den nächsten Wochen aus der Taufe gehoben werden soll, darf nicht zerstückelt werden. Daran halte die Regierung entschlossen fest, sagte Industrieminister Stefano Patuanelli am Dienstag bei einer Fragestunde im Parlament in Rom.

Das Unternehmen Alitalia ist seit 2017 insolvent. Der Staat hatte dem Unternehmen in jüngerer Zeit bereits Überbrückungskredite in Milliardenhöhe gewährt.
Das Unternehmen Alitalia ist seit 2017 insolvent. Der Staat hatte dem Unternehmen in jüngerer Zeit bereits Überbrückungskredite in Milliardenhöhe gewährt. - Foto: © APA/afp / ALBERTO PIZZOLI
Der Entwicklungsplan der Airline sieht eine Erneuerung der Flotte und neue Langstreckenflüge vor. Der Hub Rom Fiumicino soll weiterhin strategisch für die Airline bleiben. Zugleich soll es zu Investitionen für Landstreckenflüge und Warentransport ab dem Mailänder Flughafen Malpensa kommen, sagte der Minister.

Drei Milliarden Euro steckt die Regierung in die Alitalia. „Das soll eine große Investition für ganz Italien sein“, sagte Verkehrsministerin Paola De Micheli. 232 Millionen Euro befinden sich noch in den Kassen Alitalias, die wie alle anderen Fluggesellschaften auf dramatische Weise die Coronakrise zu spüren bekommen hat.

Italien meldet einen dramatischen Rückgang bei der Zahl der Flugpassagiere. Waren 2019 noch 191,2 Millionen Passagiere gezählt worden, so werden es bis Ende 2020 maximal 82 Millionen sein, berichtete De Micheli.

Alitalia macht seit 2002 keinen Profit mehr. Zahlreiche Versuche, einen privaten Käufer zu finden, scheiterten. Das Unternehmen ist seit 2017 insolvent. Der Staat hatte dem Unternehmen in jüngerer Zeit bereits Überbrückungskredite in Milliardenhöhe gewährt.

apa/ansa