Finanzlandesrat Roberto Bizzo hat in Bozen den Vertrag zum Verkauf der Landesanteile an der Sadobre AG an die Brennerautobahn-Gesellschaft unterzeichnet und damit die Ära der direkten Beteiligung des Landes an dieser Gesellschaft beendet.„Die Autobahn-Gesellschaft hat sich den Zuschlag zum Aktienkauf gesichert, und zwar um einen Gesamtpreis von rund elf Millionen Euro", erklärt Bizzo. Mit dem Erlös aus dem Aktienverkauf sei das vom Land in die Sadobre AG investierte Kapital zur Gänze wieder hereingeholt worden, so der Finanzlandesrat. Bizzo betont zudem, dass das Land den Verkauf auch im Auftrag anderer Aktionäre der Sadobre AG abgewickelt habe, darunter die Gemeinde Bozen, die Handelskammer, die Sparkasse, das Allgemeine Lagerhaus Bozen sowie die Landwirtschaftliche Hauptgenossenschaft. Die Beteiligung an der Zollstation und der Lkw-Raststätte der Sadobre AG wird vom Land nicht mehr als Teil seiner institutionellen Aufgaben gesehen, sehr wohl aber von der Brennerautobahn AG, die das Gelände der Sadobre nutzen will, um dort einen Lkw-Auffangpunkt für Notfälle zu schaffen.Die Grundlage des Verkaufs bildet ein Staatsgesetz, das es öffentlichen Körperschaften verbietet, Gesellschaften aus der Taufe zu heben, die keine institutionellen Aufgaben für die Körperschaften wahrnehmen. Im selben Gesetz wird auch festgeschrieben, dass Anteile an bereits bestehenden Gesellschaften abgetreten werden müssen. Das Land hat deshalb den Verkauf von Beteiligungen an mehreren Gesellschaften ins Auge gefasst: „Welche dies genau sind, wird die Landesregierung in den nächsten Wochen entscheiden, danach werden weitere Aktienpakete zum Verkauf ausgeschrieben", so Bizzo. Der Verkauf der Landes-Beteiligung an der Sadobre AG ist bereits vor einiger Zeit beschlossen worden.