Auf 453,2 Milliarden Euro schwoll das Volumen im virtuellen Nachttresor der Notenbank an. „Die Angstkasse bleibt voll und wird vermutlich noch voller“, fasste ein Händler am Mittwoch zusammen.Seitdem die EZB kurz vor Weihnachten den Geldhäusern für drei Jahre die gigantische Summe von beinahe einer halben Billion Euro zu einem Zinssatz von einem Prozent zur Verfügung gestellt hat, schwimmen die Banken im Geld.Anstatt es untereinander zu verleihen, legen sie es lieber bei der EZB auf die hohe Kante – auch wenn sie dafür gerade einmal 0,25 Prozent Zinsen bekommen. Zugleich müssen sich einige Banken bei der EZB teuer Geld besorgen.„Wir haben im Bankensystem eine Zwei-Klassen-Gesellschaft: die einen wissen nicht wohin mit ihrem Geld und die anderen hängen am Tropf der EZB“, erklärte ein Händler.Letztere haben sich in den vergangenen Wochen immer wieder bei der Zentralbank über Nacht Geld leihen müssen – ein teueres Vergnügen, denn die EZB nimmt für diese Notleihe 1,75 Prozent Zinsen.Zum Vergleich: bei den wöchentlichen Refinanzierungsgeschäften verlangt die Notenbank den Leitzins von 1,0 Prozent.apa/reuters