Donnerstag, 29. September 2016

Verwaltungsgericht: Baustopp in Schnals

Ende August begann die Schnalstaler Gletscherbahnen AG mit dem Bau einer Talabfahrt und einer Skiverbindung nach Lazaun. Die Arbeiten dauerten nur zwei Tage lang. Naturschützer beantragten einen Baustopp vor Gericht. Diesen hat das Verwaltungsgericht nun bestätigt.

Baustopp im Skigebiet Schnals.
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Baustopp im Skigebiet Schnals.

Mit dem Bau will die Schnalstaler Gletscherbahnen AG eine Verbindung zwischen den Skizonen schaffen: Skifahrer, die von der Gletscher- auf die Lazaun-Seite wechseln wollen und umgekehrt, müssen heute die Skier abschnallen und die Strecke zu Fuß bewältigen. Zudem sei die bereits existierende Gletscher-Talabfahrt im Schlussteil zu eng und zu steil, heißt es von der Gesellschaft. Die neue Talabfahrt sollte für schwächere Skifahrer gestaltet werden.

Die Schnalstaler Gletscherbahnen AG legte eine Machbarkeitsstudie vor. Diese wurde im April des Vorjahres vom Schnalser Gemeinderat einstimmig genehmigt. Die Landesregierung stimmte im Jänner 2016 nur der Errichtung eines Teiles der neuen Talabfahrt sowie einer skitechnischen Verbindung zwischen dem Gletscherskigebiet und dem Skigebiet Lazaun zu. Im Sommer sollte – unter 28 Auflagen, damit im Gelände so achtsam wie möglich vorgegangen wird – mit dem Bau begonnen werden.

Entscheidung am 14. Dezember

Die Bauarbeiten dauerten exakt zwei Tage. Danach mussten die Arbeiten gestoppt werden. Grund dafür war eine einstweilige Verfügung des Bozner Verwaltungsgerichtes. Der Alpenverein Südtirol und der Dachverband für Natur- und Umweltschutz hatten Rekurs gegen die Baugenehmigung eingelegt.

Mit seinem Beschluss vom Dienstag bestätigte das Verwaltungsgericht nun die Aussetzung aller Genehmigungen. In der Sache entscheiden wird das Verwaltungsgericht Bozen am 14. Dezember. Mit einem Urteil ist wohl Anfang 2017 zu rechnen.

stol

stol