Zwischen 100 und 150 Beherbergungsbetriebe hatten ihre Tore über Weihnachten und Silvester geöffnet. Das Geschäft lief gut, die Auslastung war zufriedenstellend. Doch jetzt kommen schwierige Wochen auf die Südtiroler Hotels zu, sagt der Präsident des Hoteliers- und Gastwirteverbandes (HGV), Manfred Pinzger: „Wir befinden uns in einer extrem schwierigen Situation.“<BR /><BR /><BR /><i><BR />Von Arnold Sorg</i><BR /><BR /><BR />Es waren die Südtiroler Gäste selbst, die über Weihnachten und Silvester dafür sorgten, dass zumindest einige Hotels in Südtirol gut gefüllt und die Mitarbeiter arbeiten konnten. Urlauber aus dem Ausland und dem restlichen Italien konnten hingegen keinen Urlaub in Südtirol buchen – zum einen wegen der Reisebeschränkungen im Ausland und zum anderen, wegen der eingeschränkten Reisefreiheit zwischen den Regionen Italiens.<BR /><BR /><BR /><BR />Und wie es ausschaut, wird dies eine Weile so bleiben: Der italienische Ministerpräsident Giuseppe Conte hat bereits angekündigt, dass die Reisefreiheit zwischen den Regionen bis Ende Jänner verlängert werden könnte und auch aus Deutschland und Österreich sind keine schnellen Lockerungen zu erwarten – ganz im Gegenteil. „Von daher werden sich viele Betriebe in Südtirol gut überlegen, ob sie ihren Betrieb überhaupt noch hochfahren werden in diesem Winter“, sagt HGV-Präsident Pinzger. „Viele Betriebe schreiben die Wintersaison jetzt schon ab.“<BR /><BR /><BR /><embed id="dtext86-47402264_quote" /><BR /><BR /><BR /><BR />Denn wenn die Reisebeschränkungen bis Ende Jänner aufrechtbleiben, dann bleibe nur mehr der Februar, der März sei für viele Betriebe in tieferen Lagen schon zu spät für die Wintersaison, sagt Pinzger. „Und für einen Monat lohnt es sich kaum noch, den Betrieb hochzufahren, vor allem im Winter nicht. Wir befinden uns derzeit also in einer wirklich extrem schwierigen Situation.“<BR /><BR /><BR /><BR />Pinzger plädiert daher erneut für schnelle Hilfsgelder: „Unsere Betriebe brauchen dringend Ausfallzahlungen. Es kann nicht sein, dass man gesunde Betriebe einfach vor die Hunde gehen und damit auch tausende von Mitarbeitern im Regen stehen lässt“, so der HGV-Chef. „Es besteht dringendster Handlungsbedarf. Es gibt in Südtirol nämlich immer noch Hunderte Gastronomie- und Beherbergungsbetriebe, die keinen Cent an Hilfsgeldern von der öffentlichen Hand bekommen haben.“ <BR /><BR />