Wenn das weltgrößte Online-Netzwerk Milliarden Menschen ins Internet bringen will, hat das erstmal einen Beigeschmack von Eigeninteresse.Die USA und Westeuropa hat Facebook schon weitgehend abgegrast, das große Wachstum kann nur aus den Entwicklungsländern kommen – und dafür müssen die Menschen dort erst einmal online sein.„Wenn wir erfolgreich sind, wird das auch gut für Facebook sein“, räumt Chris Weasler ein, der die globale Vernetzungs-Vision von Facebook-Gründer Mark Zuckerberg umsetzen soll. Der 29-jährige Milliardär startete im vergangenen Jahr das Projekt Internet.org für kostenlosen Zugang zu wichtigen Online-Diensten in Entwicklungsländern: Wikipedia, Wetterberichte – und eben auch Facebook.Weasler, der bei Internet.org für die „Global Connectivity“ zuständig ist, betont die Bedeutung der Initiative über die eigenen Interessen von Facebook hinaus: „Im Grunde geht es um Marks Überzeugung, dass jeder auf der Welt Zugang zum Internet haben sollte.“Das werde auch den Westen bereichern: „Es gibt keinen Grund, warum der nächste Mark Zuckerberg nicht auch aus einem Dorf in Ghana kommen könnte.“apa/dpa