Durch die Fusion realisiere man eine Volksbank mit rund 200 Filialen und einer starken Verankerung in den jeweiligen Einzugsgebieten, schreibt die Südtiroler Volksbank in einer Aussendung am Freitag. Die neue Bank werde zur zweitgrößten der Region mit einem Marktanteil von 8,8 Prozent.„Wollten wir uns nicht entgehen lassen“„Diese Fusion bedeutet für die Südtiroler Volksbank einen weiteren Schritt in die Weiterentwicklung der Historie der Bank“, sagte Volksbank-Präsident Otmar Michaeler. Auch die heutige Volksbank sei durch die Fusion von drei Banken entstanden. „Die Chance einer Übernahme der Banca Popolare di Marostica, die eine 125-jährige Geschichte hinter sich hat, wollten wir uns nicht entgehen lassen.“Michaeler sieht diesen Schritt als weitere Verankerung im Nordosten Italiens. „Ich bin mir sicher, dass durch die daraus entstehenden Synergien nachhaltige Renditen für unsere Mitglieder erwirtschaftet werden.“Mitglieder haben das WortBevor die Fusion abgeschlossen werden kann, muss die Operation noch dem Genehmigungsverfahren der Banca d’Italia und der Prüfung durch die Wettbewerbsbehörde unterliegen.Danach entscheiden die Mitgliederversammlungen beider Bankinstitute über die Übernahme. Und dann kann das neue Institut operativ tätig werden.Zwei ZentrenDie neue Bank werde zwei Zentren haben, schreibt die Volksbank: Das Vetriebszentrum Trentino-Südtirol habe seinen Sitz in Bozen und koordiniere die 104 Filialen in den Provinzen Bozen, Trient und Belluno. Das Vetriebszentrum Veneto habe seinen Sitz in Marostica und koordiniere die 90 Filialen in den Provinzen Padua, Vicenza, Treviso, Venedig und Pordenone.Neue StiftungNach der Fusion werde eine Stiftung, die „Fondazione Banca Popolare di Marostica“, gegründet. Sie soll gemeinnützige Projekte in Kultur, Bildung, Freizeit, Soziales und wissenschaftliche Forschung fördern.stol