„Der Weg, den wir vor einigen Jahren eingeschlagen haben, war der richtige“, sagte Präsident Lukas Ladurner bei der Präsentation der Bilanz. Der Reingewinn stieg auf 131 Millionen Euro, ein Plus von 3,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Am Erfolg sollen auch die Aktionäre teilhaben: 68,2 Millionen Euro will die Bank als Dividende an ihre rund 47.000 Aktionäre ausschütten. Vorgeschlagen werden 1,35 Euro je Aktie, ausgezahlt in einer einmaligen Tranche. Das entspricht einem Anstieg von 35 Prozent gegenüber dem Vorjahr (siehe Grafik). Die Ausschüttung soll im April erfolgen.<h3> Höherer Aktienkurs</h3>Neben der Dividende spielt für Aktionäre auch der Kurs eine zentrale Rolle – und hier zeigt sich Bewegung. Vor einem Jahr lag der Preis noch bei 10 bis 11 Euro, inzwischen bewegt er sich zwischen 12 und 13 Euro. Zwischenzeitlich erreichte die Aktie auch Spitzen von 15,55 Euro. Nach der Dividendenausschüttung im Herbst 2025 kam es jedoch – wie üblich – zu einem technischen Kursabschlag sowie leichten Gewinnmitnahmen. In der laufenden Auktion seien wieder Kurse um 14 Euro realistisch, so Ladurner. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1272093_image" /></div> <BR />Entscheidend sei die zunehmende Liquidität und Dynamik: Das gehandelte Volumen habe zuletzt angezogen, Verkäufe seien innerhalb überschaubarer Zeit möglich. Der Handel erfolgt außerbörslich über die Plattform Vorvel, über die auch die Papiere der Sparkasse und anderer Regionalbanken ge- und verkauft werden können.<BR /><BR />Gestiegen ist ebenso der Buchwert der Aktie, von 20,10 auf 21,60 Euro. Daraus ergibt sich ein Kurs-Buchwert-Verhältnis von rund 0,6 bis 0,7. Werte unter eins gelten bei Banken als Hinweis auf eine eher moderate Bewertung – insbesondere bei solider Ertragslage.<h3> Zinserträge sinken, Provisionen steigen</h3>Auf der Ertragsseite zeigt sich ein verschobenes, aber stabiles Bild. Während die Zinsmarge infolge der geldpolitischen Normalisierung durch die EZB leicht unter Druck geraten ist, konnte die Volksbank dies durch steigende Provisionserträge weitgehend ausgleichen. Die Nettozinserträge sanken um 3,3 Prozent auf 256,4 Millionen Euro, die Netto-Kommissionserträge stiegen hingegen um 5,8 Prozent auf 111,9 Millionen Euro. Insgesamt ging der Primärertrag damit nur moderat um 0,7 Prozent zurück. <BR /><BR />„Nach den außergewöhnlichen Zinsjahren sind wir in ein normaleres Umfeld zurückgekehrt“, sagte Georg Mair am Tinkhof, Vizegeneraldirektor der Volksbank. Besonders die Nachfrage nach Anlage-, Vorsorge- und Versicherungslösungen habe deutlich zugelegt und den Rückgang bei den Zinserträgen abgefedert. Auch bei Eigenkapital- und Effizienzkennzahlen hat die Volksbank 2025 weiter zugelegt. Die harte Kernkapitalquote (CET1) stieg von 16,2 auf 17,8 Prozent, die Gesamtkapitalquote (TCR) von 17,6 auf 19,1 Prozent. Gleichzeitig verbesserte sich die Cost-Income-Ratio von 50,6 auf 48,7 Prozent.<h3> „Konnten Marktanteile dazugewinnen“</h3>„Getragen wird die positive Entwicklung der Bank von einem anhaltenden Wachstum bei Kunden und Volumina“, erklärte Alberto Naef, Generaldirektor der Volksbank. 2025 gewann die Volksbank netto rund 3.300 neue Kunden hinzu und überschritt damit die Marke von 290.000 Kunden. Die betreuten Volumina legten um 1,4 Milliarden Euro bzw. 6,3 Prozent zu. „Wir wachsen seit Jahren kontinuierlich – und wir wachsen schneller als der Markt“, so Naef. Es sei zudem gelungen, im Kernmarkt Nordostitalien Marktanteile hinzuzugewinnen, sowohl bei Privatkunden als auch bei Unternehmen. Mit dem Geschäftsjahr 2025 sei zudem der Dreijahresplan „I-mpact“ erfolgreich abgeschlossen worden.