Karl Albrecht, der Gründer des Handelsimperiums Aldi zu dem in Österreich Hofer gehört, ist tot.Der mit seinen Diskont-Geschäften zum Milliardär gewordene 94-Jährige war einer der letzten Nachkriegspatriarchen, die die Fundamente für das deutsche Wirtschaftswunder legten.Laut „Forbes“-Liste vom März 2014 wurde sein Vermögen auf 25 Mrd. Dollar geschätzt.Zusammen mit seinem bereits vor vier Jahren gestorbenen Bruder Theo entwickelte Karl Albrecht im Ruhrgebiet in den 1960er-Jahren ein Diskont-Konzept für den Lebensmittelhandel, das die Supermärkte das Fürchten lehrte.Die Schwesterunternehmen Aldi Nord und Aldi Süd kommen heute auf insgesamt mehr als 10.000 Filialen und schätzungsweise 66,8 Mrd. Euro Umsatz (2013).Das Licht der Welt erblickte Karl Albrecht am 20. Februar 1920 als Sohn einer Händlerfamilie in Essen-Stoppenberg.Sein Vater Karl Albrecht Senior startete 1913 im damaligen Essener Vorort Schonnebeck einen Backwarenhandel.Mutter Anna eröffnete wenig später einen Lebensmittelladen. Im Elternhaus von Karl und seinem jüngeren Bruder Theo in der Essener Huestraße 89 werden bis heute Waren des täglichen Bedarfs wie Brot, Gemüse, Wurst und Getränke angeboten: in einer kleinen Filiale von Aldi Nord.Die Brüder traten in die Fußstapfen der Eltern. Für die Öffentlichkeitsscheu der Brüder gibt es vermutlich mehrere Gründe. Einer der Wichtigsten: Theo Albrecht wurde 1971 entführt und erst nach 17 Tagen und der Zahlung von 7 Mio. Mark Lösegeld wieder freigelassen.Schon 1973 schuf Karl Albrecht die Voraussetzungen für eine unternehmerische Kontinuität über seinen Tod hinaus: Das Vermögen der Unternehmensgruppe Aldi Süd wird von zwei Stiftungen kontrolliert, die die Fortführung seines Lebenswerks gewährleisten sollen.Der Unternehmer wurde auf dem Friedhof in Essen-Bredeney im engsten Familienkreis beigesetzt. Er liegt neben seiner Frau und nicht weit entfernt von seinem bereits vor drei Jahren verstorbenen Bruder Theo.APA/dpa