Die ENEA hat kürzlich einen Ratgeber mit 10 Tipps veröffentlicht, die dabei helfen den Strom- und Gasverbrauch in den Haushalten zu senken.<BR /><BR />Bei diesem Ratgeber hat sich ENEA an den Plan, des nun ehemaligen italienischen Minister für den Ökologischen Wandel, Roberto Ciangolani, gehalten. Dieser sah mehrere Maßnahmen gegen die aktuelle Energiekrise vor, durch die die Energiekosten in privaten Haushalten und öffentlichen Einrichtungen in Zaum gehalten werden sollten.<BR /><BR />Die ENEA (nationale Agentur für neue Technologien, Energie und nachhaltige Wirtschaftsentwicklung) hat nun ein Vademekum vorgelegt, das den Verbrauchern 10 Tipps an die Hand gibt, um in den eigenen 4 Wänden möglichst viel Energie einzusparen.<h3> 1) Weniger Waschzyklen pro Woche</h3>Elektrische Geräte wie die Waschmaschine tragen wesentlich zum Energieverbrauch der Haushalte bei, hier bietet sich laut ENEA großes Einsparungspotenzial: Durch die Verringerung der Waschzyklen von einem pro Tag auf einen alle 2 Tage bei einer Waschmaschine mit einem Fassungsvermögen von 8 Kilogramm kann eine Einsparung von 126 Kilowattstunden pro Jahr erzielt werden. <BR /><BR />Die Verringerung der Waschzyklen des Geschirrspülers (12 Gedecke) von 2 pro Tag (730 Zyklen pro Jahr) auf einen pro Tag (365 Zyklen pro Jahr) birgt ein Sparpotenzial von 50 Prozent (180,68 Kilowattstunden pro Jahr). Insgesamt, so rechnet ENEA vor, beträgt die durchschnittliche jährliche Kosteneinsparung pro Familie 127 Euro.<h3> 2) Kürzer und kälter duschen</h3>Wer die Wassertemperatur beim Duschen um 3 Grad Celsius herabsetzt, verbraucht laut ENEA 9 Prozent weniger Methangas. Wird die Zeit unter der Dusche zusätzlich von 7 auf 5 Minuten verkürzt, lassen sich ganze 35 Prozent (0,78 Kubikmeter) des Gasverbrauches reduzieren. Die ENEA rechnet durch diese beiden Maßnahmen mit einer Kostenreduzierung von durchschnittlich 190 Euro jährlich pro Familie.<h3> 3) Höhere Energieklasse bei Haushaltsgeräten</h3>Waschmaschine ist nicht gleich Waschmaschine: Ersetzt man ein Gerät der Energieklasse G durch eines der Klasse A, prognostiziert die ENEA bei im Schnitt einem Waschgang pro Tag 48,9 Prozent weniger Stromverbrauch. Das entspricht 164 Kilowattstunden und rund 68 Euro Einsparung bei den aktuellen Preisen.<BR /><BR />Nimmt man auch bei der Spülmaschine ein Upgrade von Energieklasse G auf A vor, lassen sich 113 Kilowattstunden und 47 Euro jährlich sparen. Für den Kühlschrank schließlich beträgt die Kostenreduzierung nach dem Aufrüsten rund 84 Euro pro Jahr. Der verbrauch sinkt um 203 Kilowattstunden.<h3> 4) Glühbirnen durch LED-Lampen austauschen</h3>Laut ENEA sollten alte Glühbirnen und Leutstoffröhren durch LED-Lampen ersetzt werden. Dadurch lassen sich pro Jahr im Schnitt 43,3 Kilowattstunden und etwa 18 Euro auf der Stromrechnung sparen, wenn davon ausgeht, dass die Beleuchtung rund 6 Stunden am Tag an ist. Der Energieverbrauch lässt sich durch den Wechsel auf LED um etwa 15 Prozent reduzieren.<h3> 5) Wärmepumpen auch fürs Heizen verwenden</h3>Die ENEA rät dazu elektrische Wärmepumpen, die bereits für die Klimatisierung installiert wurden, auch für das Heizen in der kalten Jahreszeit zu verwenden. Dadurch ließen sich durch die höhere Effizienz im Vergleich zu herkömmlichen Heizkörpern rund 607 Kubikmeter Gas einsparen. Das führt zu einer um 197 Euro niedrigeren Stromrechnung.<h3> 6) Herd herunterschalten, sobald die Nudeln kochen</h3>Wer seinen großen Gasherd mit einem Verbrauch von 3 Kilowatt, nachdem das Nudelwasser kocht, auf die halbe Hitze hinunterreguliert, kann mit dieser Maßnahme den ursprünglichen Gasverbrauch, der für das Kochen der Nudeln benötigt wird, um 25,7 Prozent reduzieren. Für diese Berechnung hat ENEA 100 Gramm Nudeln pro Person und ein Liter Wasser pro 100 Gramm Nudeln einkalkuliert. In Zahlen beträgt das Sparpotenzial 9,3 Kubikmeter Gas und rund 12,5 Euro pro Jahr.<h3>7) Waschmaschine ausstecken</h3>die Waschmaschine ist nicht nur im Betrieb ein Energiefresser. Auch im Ruhezustand verbrauchen die Geräte Strom. Laut ENEA beträgt der Verbrauch einer durchschnittlichen Waschmaschine im Ruhezustand 0,5 Watt. Wer also den Stecker zieht, wenn das Gerät nicht verwendet wird, spart also Energie und Geld. Das Sparpotenzial liegt laut der Agentur bei 1,5 Prozent des Gesamtverbrauches der Waschmaschine. Das sind rund 3,8 Kilowattstunden in 12 Monaten.<h3> 8) Fernseher, Decoder und DVD-Player nicht im Standby-Modus lassen</h3>Mit diesem Ratschlag lässt sich ganz einfach der Energieverbrauch im Haushalt reduzieren. Wer sein Gerät nicht nur in den Standby-Modus versetzt, sondern komplett vom Netz nimmt, sorgt dafür, dass es wirklich keine Energie mehr verbraucht. ENEA ist für ihre Berechnungen davon ausgegangen, dass der Fernseher im Schnitt 4 Stunden pro Tag läuft. Wird er in der restlichen Zeit ausgesteckt, lassen sich 7300 Stunden Energieverbrauch pro Jahr vermeiden. Wenn man davon ausgeht, dass an jedes Fernsehgerät mindestens 2 weitere Geräte angeschlossen sind (etwa ein DVD-Player und ein Decoder), erreicht der im Standby-Modus akkumulierte Verbrauch 1,5 Watt und der Jahresverbrauch 10,95 Kilowattstunden.<h3> 9) Hindernisse vor dem Heizkörper entfernen</h3>Werden Möbel oder Vorhänge vor den Heizkörpern angebracht, behindert das die Wärmeverteilung im Raum. Das kann dafür sorgen, das mehr geheizt wird, als eigentlich nötig wäre. Zudem empfiehlt ENEA in den Nachtstunden Jalousien, Rollläden und schwere Vorhänge zu schließen, um die Wärmeabgabe nach Außen zu verringern. Außerdem sollte man die Wohnung stoßweise Lüften, um nicht zu viel Wärme ausdringen zu lassen.<h3> 10) Raumtemperatur verringern</h3>19 Grad Celsius ist die Vorgabe der italienischen Regierung für die angestrebte Raumtemperatur im kommenden Winter. Mit jedem grad weniger lässt sich der Energieverbrauch um 10 Prozent reduzieren, wie ENEA vorgerechnet hat. Um den Energieverbrauch beim Heizen zu optimieren sollten Verbraucher laut der Agentur zudem ihre Anlagen warten lassen und den Zustand der Wärmedämmung von Wänden und Fenstern überprüfen. Hier verbirgt sich ein Sparpotenzial von rund 40 Prozent.<BR /><BR /><BR />