20102. Mai: Die Euro-Länder und der Internationale Währungsfonds (IWF) gewähren dem hoch verschuldeten Griechenland Notkredite in Höhe von 110 Mrd. Euro.10. Mai: Für weitere Notfälle in anderen Euro-Ländern wird ein bis 2012 befristeter Euro-Rettungsfonds von 750 Mrd. Euro aufgelegt.30. September: Irland gerät als nächstes Land in den Strudel der Krise, die ein Loch von 32 Prozent der Wirtschaftsleistung in seinen Staatshaushalt reißt.28. November: Irland bekommt als erstes Land Hilfen aus dem Euro-Rettungsfonds in Höhe von 67,5 Mrd. Euro zugesagt. Wie bereits in Griechenland muss die Regierung im Gegenzug ein hartes Spar- und Reformprogramm umsetzen.17. Dezember: Um die Ausbreitung der Krise zu verhindern, beschließen die Staats- und Regierungschefs einen ständigen Krisenfonds für die Zeit nach 2012.201125. März: Der ständige Krisenfonds wird mit über 700 Mrd. Euro ausgestattet. Der Stabilitätspakt wird verschärft, Defizitsündern drohen auch bei einer zu hohen Gesamtverschuldung Sanktionen. Die 17 Euro-Länder wollen sich in der Sozial-, Steuer- und Haushaltspolitik enger abstimmen.6. April: Nach langem Zögern kündigt auch Portugal an, dass es seine Schulden nicht in den Griff bekommt und Notkredite braucht.5. Mai: EU und IWF sagen Lissabon Hilfen in Höhe von 78 Mrd. Euro zu.6. Mai: Ein Medienbericht über einen möglichen Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone sorgt für Aufregung.23. Juni: Athen beantragt ein zweites Hilfspaket. Es beläuft sich schließlich auf 159 Mrd. Euro. Erstmals beteiligen sich auch private Gläubiger Athens, ihr Anteil beträgt rund 50 Mrd. Euro.29. Juni: Das griechische Parlament stimmt im Gegenzug Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen von 28 Mrd. Euro und umfangreichen Privatisierungen von rund 50 Mrd. Euro zu.15. Juli: Das hoch verschuldete Italien legt ein neues Sparprogramm über 48 Mrd. Euro auf.21. Juli: Die Staats- und Regierungschefs der Euro-Länder billigen das zweite Hilfspaket für Griechenland. Der Euro-Rettungsfonds soll angeschlagenen Staaten zudem künftig als Sicherheit frühzeitig Kredite bereitstellen und Staatsschulden privater Gläubiger aufkaufen können.2. August: Italien, Spanien und Zypern geraten an den Finanzmärkten immer stärker unter Druck. Die EU-Kommission dementiert, dass es Pläne für eine Rettungsaktion gibt.4. August: EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso schlägt angesichts des anhaltenden Drucks der Finanzmärkte auf Italien und Spanien Alarm. Er fordert, den Euro-Rettungsfonds auf den Prüfstand zu stellen. Die Europäische Zentralbank räumt ein, dass sie als Notaktion weiter Staatsanleihen angeschlagener Staaten aufkauft. Die Börsen gehen weltweit auf Talfahrt.8. August: Die Europäische Zentralbank (EZB) kauft nun auch Staatsanleihen von Italien und Spanien auf, um beide Länder zu stützen.apa/afp