Donnerstag, 28. November 2019

Black Friday: Darauf sollten Sie achten

Mit dem Black Friday am 29. November und dem Cyber Monday am 2. Dezember läutet der (Online)Handel endgültig die Jagd nach den Weihnachtsgeschenken ein. Das Europäische Verbraucherzentrum (EVZ) in Bozen gibt Tipps, wie man sich vor schwarzen Schafen vor allem unter den Online-Shops schützen kann.

Der Black Friday steht wieder an.
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Der Black Friday steht wieder an. - Foto: © shutterstock

So empfiehlt das EVZ, sich vor dem Kauf die Internetseite genau anzusehen. Verfügt die Internetseite über ein Impressum? Ist eine Mehrwertsteuernummer angegeben? Sind ausreichende allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) vorhanden? Ansonsten sollte man Abstand von der Seite nehmen.

Des Weiteren sollte man die Preise verschiedener Online-Shops miteinander vergleichen. Ist der Preis wesentlich günstiger als auf anderen Internetseiten, sollte man sich den Kauf gut überlegen, ansonsten erhält man möglicherweise gar keine oder eine gefälschte Ware.





Ebenfalls sollte man ein möglichst sicheres Zahlungsmittel wie beispielsweise die Kreditkarte oder Paypal verwenden. Bei der Bezahlung mit Kreditkarte hat man die Möglichkeit, beim Kreditkartenunternehmen das sog. Chargeback zu beantragen, falls die Ware nicht geliefert wird.

Keine Banküberweisung tätigen

Von einer Bezahlung per Banküberweisung ist abzuraten: Im Falle einer Beschwerde sind die Chancen auf Geld-Rückerstattung sehr gering.

Auch sollte man von den Erfahrungen anderer Verbraucher profitieren und vor dem Kauf Online-Bewertungen lesen. Diese sind vielleicht nicht zu 100 Prozent zuverlässig, trotzdem ist es nützlich, sie zu lesen.
Wenn es mehrere negative Bewertungen gibt, die über ähnliche
Erfahrungen berichten, sind diese höchstwahrscheinlich wahr.

Rücktrittsrecht nutzen

„Lassen Sie sich nicht unter Kaufdruck setzen. Gerade am Black Friday und Cyber Monday locken viele Online-Händler mit (vermeintlich) hohen Rabatten, die spontan zum Kauf von unnötigen Produkten verleiten. Bedenken Sie dabei, dass das Zurückschicken der nicht benötigten Ware eine große Belastung für die Umwelt darstellt“, warnt das EVZ.

Nach dem Erhalt der Ware sollte diese sofort auf ihre Vollständigkeit, Richtigkeit und Funktionsfähigkeit überprüft werden. Wurde nicht alles, ein falsches oder mangelhaftes Produkt geliefert, muss unverzüglich schriftlich beim Verkäufer reklamiert werden. Auch sollten Schäden an der Verpackung oder der Ware umgehend gemeldet werden.

„Sollte die bestellte Ware nicht den Erwartungen entsprechen, so nutzen Sie Ihr Rücktrittsrecht. Sie können es innerhalb von 14 Tagen ab der Lieferung der Ware ausüben. Dafür reicht eine einfache Mitteilung in beliebiger Form (E-Mail, Fax)“, so das EVZ.

Kauf-Nix-Tag

Am Aktionstag Black Friday gibt es übrigens einen Gegen-Aktionstag, namens Kauf-Nix-Tag.

Die aus den USA importieren „Konsumfeiertage“ Black Friday und Cyber Monday bieten einen guten Anlass, um den nachhaltigen Konsum wieder ins Rampenlicht zu rücken, meinen Verbraucherschützer.

Seit den frühen neunziger Jahren findet in über 60 Ländern zu dieser Zeit auch der „Kauf-Nix-Tag“, im Original „Buy Nothing Day“ statt.

stol