„Wir werden aus Europa keine Kapazitäten abziehen, sondern werden die Kapazitäten in Europa erhalten“, sagte VW-Chef Martin Winterkorn am Freitagabend in der ZIB 2 des ORF. Er halte auch am Stammpersonal fest. Allerdings: „Über die Leihkräfte werden wir nachdenken müssen“, sagte der bestbezahlte Manager Deutschlands.VW hatte sich in den vergangenen Jahren in Europa besser gehalten als die Rivalen Opel, Ford und Peugeot, die teilweise Werke schließen und Jobs abbauen. Nun bremst die Absatzschwäche aber auch den europäischen Branchenprimus.Optimistisch zeigte sich Winterkorn für die Märkte in Asien und Amerika. „Es geht hervorragend in China“, sagte er in dem Interview. Er setze auf ein Wachstum von mehr als zehn Prozent. VW werde auch in den USA, Russland und Südamerika zulegen. „Aber Europa wird stagnieren. Nachdem wir den Großteil unserer Fabriken in Europa haben, müssen wir uns hier auf die Stagnation, vielleicht sogar einen Rückgang in Europa einstellen, mit Flexibilität, mit allem was wir im Köcher haben, um flexibel zu sein.“ Dass Europa an Bedeutung verliert, zeigen auch die Investitionspläne des Konzerns, der 2018 zur globalen Nummer eins aufsteigen will: VW plane zehn neue Werke weltweit, davon sieben in China, sagte Winterkorn.apa/reuters/dpa