Mittwoch, 03. Juli 2019

Wachstum per Gesetz

Wenn alles gut geht, wird die italienische Wirtschaft heuer eine Rezession vermeiden können. Doch Italien würde ein kräftiges Wachstum brauchen, um die Arbeitslosigkeit zu senken und das staatliche Defizit in Grenzen zu halten. Um dieses Ziel zu erreichen, hat die Regierung eine umfangreiche Dringlichkeitsverordnung zur Wachstumsförderung (decreto crescita) erlassen, wie in der aktuellen Ausgabe des WIKU erklärt wird.

Italiens Regierung hat eine Dringlichkeitsverordnung zur Wachstumsförderung erlassen.
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Italiens Regierung hat eine Dringlichkeitsverordnung zur Wachstumsförderung erlassen. - Foto: © APA/AFP

Durch Steuervereinfachungen und durch verschiedene Steuererleichterungen sollen besonders neue Investitionen gefördert werden. In der vergangenen Woche wurde das Umwandlungsgesetz (Gesetz 58/2019) verabschiedet, wobei die ursprünglichen 51 Artikel auf insgesamt 117 Artikel aufgebläht worden sind.

Für viele der neuen Bestimmungen braucht es noch die erforderlichen Durchführungsverordnungen, was das Inkrafttreten entsprechend verzögert. Das gilt zum Beispiel für die Wiederverwendung oder das Recycling von Abfallstoffen und Produkten. Damit die ab 2020 vorgesehenen Förderungen in Anspruch genommen werden können, sind noch die technischen Merkmale und die notwendigen Zertifizierungen mit einem Dekret des Umweltministeriums festzulegen.

Die Bestimmungen zur Wachstumsförderung sind in 3 große Gruppen eingeteilt:

  • eine Vielzahl von steuerlichen Neuerungen und Änderungen,
  • verschiedene Fördermaßnahmen für die Unternehmen, wie die wiedereingeführte Abschreibungsprämie (superammortamento) und
  • Bestimmungen für die gemeinnützigen Organisationen.
Eine Übersicht über die bedeutendsten Neuerungen finden Sie in der aktuellen Ausgabe des „WIKU“, wie jeden Mittwoch Beilage des Tagblatts "Dolomiten".

Die Titelseite des aktuellen WIKU

stol