Der Internationale Währungsfonds ist zu einem Engagement in der Ukraine bereit. IWF-Chefin Christine Lagarde sagte in der Universität Stanford in Kalifornien am Dienstag, der IWF habe einen Vertreter vor Ort, der die Finanzlage in den nächsten Tagen sehr genau bewerten werde.Der Währungsfonds werde wahrscheinlich in Kürze Unterstützung mit weiteren Experten leisten, wenn das IWF-Mitgliedsland darum bitte. „Wir sind bereit, uns zu engagieren“, wird die IWF-Chefin in einem im Internet veröffentlichten Bericht der Universität zitiert.Bevor aber keine Übergangsregierung gebildet ist, kann die Ukraine formal nicht um Hilfe bitten.Die bisherigen Oppositionsgruppen konnten sich aber auch angesichts des drohenden Staatsbankrotts nicht auf eine Übergangsregierung einigen. Das Parlament verschob die für Dienstag geplante Abstimmung kurzfristig auf Donnerstag.Die prorussische Regierung von Präsident Viktor Janukowitisch war am vergangenen Wochenende gestürzt worden.25,5 Milliarden Euro reichen nichtOffenbar braucht die Ukraine weit mehr Geld als bisher gedacht. Die von Übergangspräsident Alexander Turtschinow genannten 35 Milliarden US-Dollar (rund 25,5 Milliarden Euro) reichten kaum bis Jahresende, sagte Arseni Jazenjuk von der Vaterlandspartei der Ex-Regierungschefin Julia Timoschenko.dpa