Montag, 21. Januar 2019

Waffelhersteller Armin Loacker ist tot

Armin Loacker, Seniorchef des Rittner Waffel- und Süßwarenherstellers Loacker, ist tot: Der Konditor starb am Sonntag im Alter von 78 Jahren.

Armin Loacker ist im Alter von 78 Jahren gestorben. - Foto: DLife
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Armin Loacker ist im Alter von 78 Jahren gestorben. - Foto: DLife

Die Südtiroler Wirtschaftsgröße hatte vor Kurzem einen Schlaganfall erlitten, von dem er sich nicht mehr erholen konnte.

Armin Loacker hatte zuletzt gemeinsam mit seiner Schwester Christine Zuenelli-Loacker das Geschäft des Vaters Alfons geleitet, der 1925 seine erste Konditorei in Bozen eröffnete, aus der später unter der Führung der Kinder der international bekannte Waffelhersteller Loacker wachsen sollte.

Seit 1974 hat das Unternehmen seinen Hauptsitz in Unterinn am Ritten, später kam ein zweiter Produktionsstandort in Osttirol hinzu. Heute sind die Loacker-Produkte in über 100 Ländern erhältlich, darunter in den USA, in Australien, Saudi Arabien und in China. 2016 erwirtschaftete Loacker 330 Millionen Euro Umsatz im Jahr und produziert 36.600 Tonnen Waffeln.

In einer Aussendung gedenkt das Unternehmen dem Gestorbenen:

Als innovativer und zukunftsweisender Sohn des Gründers war Armin Loacker eine tragende Säule des Unternehmens. Seine Offenheit und Entschiedenheit haben maßgeblich dazu beigetragen, die Basis für ein erfolgreiches Unternehmen zu schaffen, zu dem sich Loacker im Laufe der Jahre entwickelt hat. Für ihn war Loacker nicht einfach nur sein Name. Loacker war für ihn sein Leben, dem er sich über 60 Jahre lang Tag für Tag mit seinem ganzen Wirken und unermüdlichem Engagement verschrieben hatte. Er war Impulsgeber und Entwickler vieler Produkt- und Technologieinnovationen, die aus der kleinen Konditorei in Bozen, in der 1925 die Geschichte von Loacker begann, eine weltweitbekannte Marke gemacht haben. Oftmals war es seine Hartnäckigkeit, die ihn dazu veranlasste, schwierige, aber gewinnbringende Entscheidungen zu treffen. So war Armin treibende Kraft der Entscheidung, 1974 mit dem Unternehmen die bequeme Logistik der damals verschmutzten Stadt Bozen zu verlassen, und es auf 1000 Metern Meereshöhe auf dem Rittner Hochplateau anzusiedeln. Qualität war seine Antriebsfeder. Mittelmaß war ihm nie genug. „Nichts, was nicht natürlichen Ursprungs war oder sorgfältig ausgewählt wurde, fand in seinen Rezepturen Platz. Sein Leitspruch, ‚Tu etwas Gutes rein, dann kommt etwas Gutes raus‘, hat seine und unsere Arbeit seit jeher begleitet und geprägt“, so Sohn Andreas Loacker, Vizepräsident des Verwaltungsrates Loacker.

Die von Generation zu Generation überlieferten Werte leben in Armin Loackers Söhnen Andreas und Martin sowie in seinem Neffen Ulrich Zuenelli, dem diesjährigen Manager des Jahres, weiter. 

Der Gedenkgottesdienst für Armin Loacker findet am Donnerstag 24. Jänner um 10.30 Uhr im Bozner Dom statt. 

stol

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