„Vor zwei Jahren habe ich mich zur Wahl gestellt, weil ich mit vielen anderen das Gefühl hatte, dass der Verband reformiert werden muss. Vor allem die Handwerker haben mich bei diesen Anliegen bestärkt und unterstützt. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, den Verband wieder mitgliedernäher, mitgliederfreundlicher und transparenter zu gestalten“, so Pichler. Sein Einsatz im Verband habe schon immer diesen Ansinnen gegolten und sei auch ausschlaggebend für seine Wahl zum Präsidenten gewesen. Trotz großer Widerstände habe er auch als Verantwortlicher des Verbandes versucht, diese Ziele umzusetzen. „Einiges ist mir gelungen, aber Vieles ist mir verwehrt geblieben“, schreibt Pichler in seiner Stellungnahme.„Mit der Wahl des neuen Führungsgremiums haben meine Bemühungen Reformen umzusetzen ein Ende gefunden. Sehr nachdenklich stimmt mich dabei dass Werte wie Ehrlichkeit, Glaubwürdigkeit und Handschlagsqualität in unserer Gesellschaft relativ wenig Platz haben. Werte, die besonders für die Jugend von großer Wichtigkeit wären, da diese Werte das Fundament und die Zukunft unserer Handwerkstradition sind.“Er bedanke sich ganz besonders bei den Mitarbeitern für ihren Einsatz und ihr Engagement. „Mein herzlicher Dank geht auch an die Landesbeamten für ihre Unterstützung und an die zuständigen Politiker für die gute Zusammenarbeit sowie an die einzelnen Verbandsvertreter für den gemeinsamen Einsatz für die Südtiroler Wirtschaft“, so der ehemalige LVH-Präsident, der den Verband zwei Jahre lang führte.Am Donnerstag hatte sich der bisherige Vize-Präsident Gert Lanz bei der Wahl im LVH-Generalrat mit 34 zu 29 Stimmen gegen Pichler durchgesetzt. Walter Pichler gehört jetzt keinem Führungsgremium des LHV mehr an.