Freitag, 27. Januar 2017

WaltherPark: Läuft alles glatt, wird im Sommer gebaut

Die Rekurse abgeschmettert, die Gegner übertroffen, das Bauvorhaben im Blick: Heinz Peter Hager, Präsident der KHB GmbH, jener Gesellschaft die das Bozner Busbahnhofareal komplett neu gestalten will, ist am Freitag vor die Presse getreten.

KHB-Präsident Heinz Peter Hager stellte sich am Freitag den Fragen der Presse. - Foto: Archivbild
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KHB-Präsident Heinz Peter Hager stellte sich am Freitag den Fragen der Presse. - Foto: Archivbild

Es ist das erste Mal, dass sich Hager nach den Entscheidungen des Verwaltungsgerichts ausführlich öffentlich äußert. Wie bereits berichtet, war zu Beginn der Woche bekannt geworden, dass das Gericht die Rekurse, die zum Großteil die Erlebnishaus GmbH eingereicht hatte, abgewiesen beziehungsweise als nicht zulässig erklärt hatte. Hager meinte zu diesem Erfolg vor Gericht in einer ersten Stellungnahme nur: „Natürlich sind wir glücklich.“ Näheres wollte er am Freitag auf einer Pressekonferenz verkünden.

Gute Stimmung bei KHB

Am Freitagvormittag rief die KHB GmbH zu besagter Pressekonferenz ins Bozner Palais Menz. Da zeigte sich: In der Kaufhaus-Bozen-Gesellschaft ist die Stimmung derzeit tiptop. Nach dem für sie positiven Ausgang der Verhandlungen vor dem Verwaltungsgericht, stehen die Zeichen derzeit mehr als gut, dass in absehbarer Zukunft mit dem Bau des geplanten Kaufhaus begonnen werden kann. Ein Kaufhaus, aber nicht nur: Es geht um Wohnungen, Büros, ein Hotel, die Aufwertung des Bahnhofsparks, ein neues Verkehrskonzept. Im vergangenen Jahr erhielt das Projekt seinen offiziellen Namen: „WaltherPark“.

Wenige Monate zuvor hatte „WaltherPark“, das damals noch unter dem Namen „Benko-Projekt“ bekannt war, seine größte Hürde genommen: In einer Abstimmung im März/April 2016 sagten rund 22.000 Bürger – fast zwei Drittel der Wähler – Ja zu Benkos Bauvorhaben in Bozen. Auch am Freitag ließ Hager die Gelegenheit nicht aus, noch einmal darauf hinzuweisen, dass sich "die Bevölkerung das Projekt gewünscht" habe. Und, mit Seitenhieb auf die Projektgegner: "In einer Demokratie ist dies zu akzeptieren, auch wenn es einige anders gesehen haben." Mit der Ablehnung der Rekurse von Seiten der Projektgegner sieht Hager nun die Zeit für den „Aufschwung“ gekommen.

Die nächsten Schritte

Projektleiter Bernhard Pröll erklärte, dass allerdings noch einige Schritte zu setzen seien, bevor endgültig die Bagger auffahren. Unter anderem muss bekanntlich ein neuer Busbahnhof gebaut werden. Entstehen wird dieser entlang der Rittner Straße zwischen Zugbahnhof und Talstation der Seilbahn.

Zuvor muss aber das Ausschreibungsverfahren der Gemeinde zum Verkauf des Busbahnhof-Geländes abgeschlossen werden. „Bis 13. April müssen die Angebote hinterlegt werden, 5 Tage später erfolgt dann die Zuschlagsentscheidung“, erklärte Pöll. Bei mehreren Bewerbern hat die KHB ein Vorkaufsrecht, das sie innerhalb von 30 Tagen geltend machen kann. Erhält sie den Zuschlag, gilt eine weitere Frist von 70 Tagen, innerhalb derer der Abschluss eines Kaufvorvertrages über die Bühne gebracht werden muss. 

Läuft alles glatt, soll noch im Sommer mit dem Abriss des ehemaligen Hotel Alpi und des Busbahnhofes begonnen werden.  

stol

stol